Bürger vom Umleitungsverkehr entlasten

Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs fordert Gleichbehandlung durch das Land Niedersachsen bei der Entlastung vom Umleitungsverkehr. Foto: B. Stache

Samtgemeindebürgermeister fordert vom Land Niedersachsen Gleichbehandlung

Schwarmstedt (st). Aus Sicht der Samtgemeinde sei es wichtig und unabdingbar, dass die Belastungen für die Bevölkerung aufgrund hohen Verkehrsaufkommens auf den Umleitungsstrecken entlang der Bundesautobahn 7 so gering wie möglich gehalten werden. Dies fordert Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs in einem Schreiben an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Verden – und spricht sich für konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen für die betroffenen Bürger aus. Eine Kopie des Briefs ging auch an den Landkreis Heidekreis. Insbesondere bei Vollsperrung der Autobahn komme es auf der Umleitungsstrecke zu Verkehrssituationen, die nicht hinnehmbar seien, schreibt Björn Gehrs. „So fahren Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit durch die Ortschaften. Ein Überqueren für Fußgänger oder das gefahrlose Befahren aus Hofeinfahrten ist aufgrund der Verkehrsdichte teilweise nicht mehr möglich“, beschreibt der Samtgemeindedirektor die unhaltbaren Zustände. Die Anwohner fühlten sich alleingelassen. Für Abhilfe könnten die Einrichtung von Tempo-30-Zonen und das Aufstellen einer Bedarfsampel in der Ortsdurchfahrt Essel (L190) sorgen. Obwohl die Samtgemeinde frühzeitig – noch vor Beginn der nächtlichen Vollsperrungen auf der A 7 – um Tempo 30 in den vom Umleitungsverkehr betroffenen Ortschaften gebeten habe, sei es bis jetzt zu keiner Antwort aus dem Bereich der Landesbehörde gekommen, bemängelt der Samtgemeindebürgermeister. Er hatte Kontakt zu seinem Wedemärker Bürgermeisterkollegen Helge Zychlinski aufgenommen, der sich ebenfalls für eine Entlastung der Bürger entlang der Umleitungsstrecken einsetzt. Von ihm hatte er erfahren, dass das Land Niedersachsen bereits Tempo-30-Zonen in den betroffenen Ortschaften der Wedemark eingeführt und eine Behelfsampel in Gailhof an der Kreuzung L 310/K 107 Richtung Elze aufgestellt hat. Die Bewohner im Heidekreis sollten nicht schlechter gestellt sein, als die in der Wedemark, machte Björn Gehrs im Gespräch mit der lokalen Presse am Freitagvormittag deutlich. „Ich bitte um kurzfristige Entscheidung und Stellungnahme. Aufgrund des großen öffentlichen Interesses stelle ich mein Schreiben den Ratsgremien zur Verfügung und berichte hierüber und den weiteren Fortgang in der Angelegenheit in öffentlicher Sitzung“, heißt es im Schreiben des Samtgemeindebürgermeisters Björn Gehrs an die Landesbehörde.