Corona-Theater an der KGS

Theater zur Coronazeit in Ganzkörpermasken? Nein, eine besondere Form der Darstellung.

Informationen über das Fach Darstellendes Spiel

Schwarmstedt. An der Wilhelm-Röpke-Schule KGS Schwarmstedt ist seit dem letzten Schuljahr in der Ober-stufe in der der Qualifizierungsphase die Anwahl des Fachs „Darstellendes Spiel“ möglich. Der erste Kurs des 12. Jahrgangs hatte sich dazu gleich etwas Großartiges vorgenommen: Die Schülerinnen und Schüler wollten selber ein Theaterstück entwickeln und zum Ende des Schuljahres aufführen. Dazu entstand, initiiert von Christian Biringer, der als Sozialpädagoge an der KGS tätig ist, eine Kooperation mit der PROvinzBÜHNE Schwarmstedt. Von deren Aufführungen ist er den Theaterfreunden in der Samtgemeinde als talentierter Schauspieler natürlich ein Begriff. Unter professioneller Leitung von Peter Tenge, dem erfahrenen Regis-seur der Schwarmstedter Laienbühne, und der Kursleiterin Kathrin Remmers wuchs mit dem Oberstufenkurs ein Stück heran, auch der Fachbereich Musik war bereits intensiv eingebun-den, um musikalisch zu unterstützen.
Voller Vorfreude sammelten die jungen Theaterbegeisterten Ideen, veränderten sie, verwar-fen sie, bis sich nach und nach ein Stück herauskristallisierte, in dessen Zentrum eine be-sondere Art der Zeitreise stand, Titel: „Sprung in die Zeit“.
Aber... dann kam Corona und damit eigentlich das traurige Ende des Stücks. Doch das Be-streben nach einem würdigen Schluss war groß und so wurde dank Peter Tenge eine Varian-te gefunden, die den Entwicklungsstand des Stücks sehr kreativ und unter Wahrung aller Sicherheitsabstände dokumentiert: Die bisher fertiggestellten Szenen wurden adaptiert und filmisch festgehalten, selbst die Schülerinnen und Schüler, die im Home Schooling geblie-ben sind, wurden integriert, indem sie ihre Parts zu Hause filmten.
Das Ergebnis ist kein gefilmtes Theaterstück, sondern eine bewusst unfertige Dokumentati-on dessen, was hätte sein können.
Im Zentrum des Stücks steht die Zeit - was wäre, wenn man allein durch „I-ma-gi-na-tion“ in die Vergangenheit reisen könnte? Was hält die Zeit zusammen? An was ist sie gebun-den? Welche Konsequenzen hat eine solche Zeitreise? Diese und viele andere Fragen wur-den in dem Stück aufgegriffen.
Die restliche Schülerschaft und alle Interessierten sind in der letzten Schulwoche herzlich dazu eingeladen, sich von außen und virenfrei an der Glasfront der Mensa über das Stück, das Projekt und das Fach „Darstellendes Spiel“ im Allgemeinen zu informieren, das Film-produkt wird in den Klassen gezeigt.