Dachstuhl des Hauses brennt völlig aus

Der Dachstuhl des Zweifamilienhauses in Grethem brannte vollständig aus. Foto: Feuerwehr SG Ahlden

Polizei forscht noch immer nach der Brandursache und startet einen Zeugenaufruf

Grethem (awi). Aus bisher ungeklärter Ursache geriet in der Nacht zum Sonnabend letzter Woche ein Zweifamilienhaus in Grethem in Brand. Auch nach einer knappen Woche kann die Polizei noch keine gesicherten Angaben zur Brandursache machen, wartet auf das ausstehende Gutachten der Experten und startete jetzt einen Zeugenauf.
In Brand gerieten ein Holzunterstand, der unmittelbar an das Wohnhaus grenzt und der Dachstuhl. Alle Bewohner, nämlich zwei Personen aus dem Erdgeschoss und drei aus dem Obergeschoss konnten das brennende Haus rechtzeitig und unverletzt verlassen. Die Feuerwehren der Samtgemeinde Ahlden löschten das Feuer, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden in Höhe von rund 100.000 Euro. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.
In den frühen Stunden des Samstagmorgen wurden zunächst die Ortsfeuerwehren Grethem-Büchten, Ahlden und Eilte zu dem Gebäudebrand in die Büchtener Hauptstraße gerufen. Ein Bewohner, selbst Feuerwehrmann, war im brennenden Haus von seinem Vater geweckt und hatte den Notruf abgesetzt. Wenige Minuten später stand beim Eintreffen der ersten Wehr das Gebäude bereits in Vollbrand, so dass Alarm für die komplette Samtgemeinde ausgelöst wurde und somit Eickeloh, Hademstorf und Hodenhagen nachrückten. Bis auf eine Person, die von der Ortswehr aus dem Gebäude gebracht wurde, hatten alle fünf Bewohner das Wohnhaus zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Alle blieben körperlich unverletzt, zwei wurden wegen Schockerscheinungen vor Ort im Rettungswagen der Johanniter betreut. Etwa einhundert Feuerwehrleute der Samtgemeinde Ahlden bekämpften über zwei Stunden das Feuer, das den Dachstuhl komplett ausbrennen ließ. Die Drehleiter der Walsroder Feuerwehr unterstützte die Löscharbeiten von oben, da das Feuer in den Dachbalken immer wieder aufflammte. Letzte Glutnester wurden mit einer Wärmebildkamera lokalisiert und abgelöscht. Insgesamt waren über 110 Einsatzkräfte vor Ort, neben dem
Gemeindebrandmeister Thomas Zimmermann auch der stellvertretende Abschnittsleiter Süd Dieter Fricke, der Brandschutzprüfer des Heidekreises, die Johanniter und die Polizei. Die Feuerwehr weist noch einmal auf die lebensrettende Funktion von Rauchmeldern hin, die insbesondere schlafende Personen in solchen und ähnlichen Situationen warnen. Kurios: Auf den Tag genau vor einem Jahr brannte es in dem Sägewerk auf dem unmittelbar angrenzenden Grundstück.