DSL-Initiative besteht zwei Jahre

Die Arbeit für schnelles Internet in der Samtgemeinde geht weiter: v.l. Dr. Strefan Dreesmann (Gilten), Heinz Pleese (Telekommunikationsunternehmer Walsrode), Björn Gehrs (Initiator DSL-Initiative), Helma Spöring (Erste Kreisrätin), Erich Lohse (Gilten).

Weiter großes Interesse an schnellen Internetverbindungen

Lindwedel. Weiter viel Arbeit für die DSL-Initiative in der Samtgemeinde Schwarmstedt. „Auch zwei Jahre nach der Gründung ist das Interesse an schnellen Breitbandverbindungen riesengroß", stellt Initiator Björn Gehrs aus Buchholz fest. In einer gut besuchten Veranstaltung in Lindwedel informierte die Initiative für die geleistete Arbeit und Neuerungen in der Breitbandversorgung. So ist die Samtgemeinde landesweit der erste Standort der mit der neuen LTE-Funktechnik aufgerüstet wurde. "Dies ermöglicht einen schnellen Ausbau, denn bis Kabel in alle Haushalte verlegt wären, würde es Jahre dauern", machte die Erste Kreisrätin Helma Spöring deutlich. Die ausgeschriebene Leistung von LTE beträgt 3000 kbit/s und wird in der Realität oft übertroffen. So zeigten Messungen am Veranstaltungstag 11.000 kbit/s. Insbesondere für Gebiete in de Samtgemeinde, die nur über DSL-Light oder gar kein DSL verfügten ist dies ein großer Fortschritt. Die Betreiberfirma Vodafone machte deutlich, dass bis Jahresmitte der LTE-Ausbau in der Samtgemeinde weiter voranschreiten soll und dann auch an weiteren Stellen zur Verfügung steht an denen die Funkversorgung noch nicht funktioniert. Die Samtgemeinde stellt das erste und damit das Pilot-Projekt dar in dem auch Erfahrungen gesammelt werden. Die ausgiebige Diskussion mit den anwesenden Bürgern zeigte, dass diese zwar gerne schnelles Internet mit LTE nutzen möchten, aber die noch gültigen Tarife für wenig akzeptabel halten. Sie gibt es bislang bei LTE keine Flatrate die auch Sprachtelefonie enthält, die Tarife sind vielfach teurer als DSL-Angebote mittels Kabel. Vor allem stört aber die Datenbremse. Diese beschränkt die LTE-Verbindungen im Volumen und bei Überschreitungen des bezahlten Kontingents wird auf eine Minimalgeschwindigkeit gedrosselt. Die DSL-Initiative, die hier die Interessen der Bürger in der Samtgemeinde vertritt, fordert daher auch den Wegfall der Datenbremse. In mehreren Wortbeiträgen wurde von betroffenen Bürgern mehr zudem Kundenservice angemahnt und die Beratung und Kauf beim örtlichen Fachhandel als Vorteil zum Direktvertreib an der Haustür dargestellt. Die Veranstaltung beschäftigte sich aber auch mit anderen Möglichkeiten der Internetversorgung, wie W-LAN, das von der Firma Arche Network für Lindwedel angeboten wird und als Vorteil aufweist, dass es die beanstandeten Volumenbeschränkungen dort nicht gibt. Die größten Fortschritte beim kabelgebundenen Netzausbau machte im vergangenen Jahr die Gemeinde Gilten, wie Dr. Stefan Dreesmann und Erich Lohse darstellten. Dort war es gelungen so viele Aufträge für DSL zu sammeln, dass sich die Telekom zum Netzausbau entschloss. Mit Erfolg, denn nun stehen dort Anschlüsse mit 6000 kbit/s, teilweise sogar 16.000 kbit/s mittels Glasfaser und ohne Volumenbeschränkung zur Verfügung. „Für die DSL-Initiative sind die Fortschritte in der Breitbandversorgung ein Ansporn weiter zu machen und mit Unternehmen über den weiteren Internetausbau auch mittels Glasfaser zu verhandeln“, so der Initiator der DSL-Initiative Björn Gehrs.