Eigene Ressourcen interaktiv entdeckt

Martina Hornbostel überreichte Tina Meyn als kleines Dankeschön für ihren Vortrag einen Blumenstrauß sowie einige ortstypische Köstlichkeiten zum Kennenlernen.

90 Frauen frühstückten in entspannter Atmosphäre

Schwarmstedt. Sich einmal an einen gedeckten Tisch setzen können, gemütlich frühstücken und dabei nett plaudern, ohne Pausenbrote schmieren und ständig auf die Uhr schauen zu müssen, obwohl gar kein Muttertag ist – diese Chance nutzten 90 Frauen am vergangenen Samstag in Schwarmstedt. Im evangelisch-lutherischen Gemeindehaus fand wieder das ökumenische Frauenfrühstück statt, bei dem die Klangfreu(n)de für den musikalischen Rahmen und das Organisationsteam unter der Federführung von Martina Hornbostel für ein leckeres und reichhaltiges Frühstücksbüfett sowie hübsch gedeckte und ansprechend dekorierte Tische sorgten. Gut gestärkt erwarteten die Frauen dann gespannt den Vortrag von Tina Meyn zum Thema „Ressourcen – entdecken, was mich hält und trägt“. Die sympathische und herzliche neue Schwarmstedter Pastorin verstand es geschickt, schon während der Vorstellung ihrer eigenen Person anhand eines Potpourris verschiedener Lieder zum Mitsingen, thematische Beispiele zu bringen. Sie sei in Winsen/Luhe geboren, sehr heimatverbunden und schöpfe bereits Kraft aus den plattdeutschen Klängen von „Dat du meen Levsten bist“. Auch Franz von Assisi, der ihr auf vielen ihrer bisherigen Stationen immer wieder begegnet sei, gehöre zu ihren ganz persönlichen Kraftquellen, verriet Tina Meyn. Und wenn schon nicht das Meer, so tue es zur Not auch ein Strand am Fluss, forderte die Gitarre spielende Pastsorin zum Mitsingen von „An der Saale hellem Strande“ und „Drei Schweine saßen an der Leine“ auf.
Auch während des eigentlichen Vortrags legte sie viel Wert auf „Interaktivität“ und bot den Frauen Gelegenheit, sich Gedanken über ihre ganz persönlichen Kraftquellen in Form von besonderen Momenten, Bildern, Räumen, Worten, Personen oder Musikstücken zu machen und diese schriftlich festzuhalten. Die Aufzeichnungen durften die Frauen mit nach Hause nehmen, um sie sich dann immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. „Dann tauchen sie in Notsituationen ganz automatisch auf“, ist die Pastorin überzeugt, das Resilienz eingeübt werden könne. Frei nach dem Motto „Was mich nicht umhaut, macht mich stärker“, plädierte Tina Meyn für aktives Überwinden auch schwieriger Situationen wie Trauer sowie für das Mantra-artige Wiederholen Kraft gebender Sätze und Vorstellungen, in Anlehnung an die „Mystik to go“ von Sabine Bobath.