Erster Betriebeabend an der KGS Schwarmstedt Gelungene Premiere einer neuen Form der Zusammenarbeit

Jugendliche und Geschäftsleute verbrachten einen schönen Abend in der Mensa der KGS. Foto: B. Stache
 
Jens Weber, Tjark Ommen und Kay Kretzer präsentierten die KGS Schwarmstedt auf dem Betriebeabend.
Schwarmstedt. Als die circa 50 Vertreterinnen und Vertreter der Schwarmstedter und umliegender Betriebe die Mensa der Kooperativen Gesamtschule Schwarmstedt betraten, bemerkten sie sofort, dass etwas Besonderes passieren wird. Die Schule hatte an diesem Abend zur Premiere des „Betriebeabends“ eingeladen, bei dem die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen in gemütlicher Atmosphäre bei einem festlichen Abendessen auf ihre möglichen zukünftigen Arbeitgeber treffen.
Die Veranstaltung wurde bereits seit Wochen durch den Hauptschulzweigleiter Jens Weber, den Fachbereichsleiter AWT Kay Kretzer, den Sozialpädagogen Christian Biringer und die Veranstaltungsorganisatorin der Schule Karla Schulz geplant. Man beschloss, in Schwarmstedt die Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs aller Schulzweige einzuladen, die eine Lehrstelle suchen. Bei der Auswahl der Betriebe verwendete man die Listen der vergangenen Betriebspraktika und der Betriebe, die am BIT teilnehmen. Gemeinsam mit ihrer Veranstaltungs-AG, bei der in diesem Fall Jonas Fischer und Jan Tegtmeyer aus dem Schul-Technik Team und Schülerinnen aus dem elften Jahrgang gemeinsam mit Teilnehmerinnen aus den Ganztagshauswirtschaftskursen die Arbeit vor Ort machten, setzte Karla Schulz die Planung nahezu professionell um. Sie konnte sich wie immer auf die Unterstützung der fünf FSJler Kristin Lawrenz, Lisa Oesker, Niklas Minke, Luca Geschwentner und Felix Filla, auf die Hauswirtschaftsmeisterin Marieetta Pfiffner und auf Ursula Krause, Ursula Thau und Sigrid Juraschka aus dem Mensateam verlassen. Im Sekretariat war vorrangig Sonja Reppien für die Einladungen und Listenführungen mit dabei. Ein Team, das ganze Arbeit leistete.
Da die Möglichkeiten in der Küche in Schwarmstedt nur begrenzt für eine Bewirtung einer so großen Besucherzahl geeignet ist, war man froh, dass der Partyservice Heims all die Komponenten für das festliche Drei-Gänge-Menü lieferte, die man vor Ort nicht leisten konnte und auch beim Geschirr aushalf. So konnte man neben einer Hochzeitssuppe und einer vegetarischen Gemüsesuppe, die die Förderkreisvorsitzende Christiane Wiebe persönlich für die Gästeschar gekocht hatte, zwischen leckeren Schmalzbroten, Schweine- und Putenschnitzeln, zweierlei Gemüsesorten und zweierlei Saucen, einer vegetarischen Lasagne, einem Salat mit zwei Dressings und zwei Sorten Nachtisch auswählen und es war wohl für jeden etwas dabei.
Im Verlauf der Veranstaltung, die der Gesamtschuldirektor Tjark Ommen bereits vor Jahren als Hauptschulzweigleiter an der KGS Neustadt entwickelt hatte, stellte er zunächst die Schule in groben Zügen vor. Kay Kretzer berichtete dann über die vielfältigen Chancen, die die KGS ihren Schülern in Bezug auf die Berufsfindung bietet und Jens Weber erzählte vom deutschlandweiten einmaligen Patenmodell, das gemeinsam mit dem Rotary Club Schwarmstedt-Aller-Leine Tal entwickelt wurde. All das kam bei den Geschäftsleuten gut an. Sie merkten, dass hier wirklich etwas getan wird, um die Schüler bis ins Leben zu begleiten, dass man versucht, sie bis über die Schulentlassung hinaus zu unterstützen. Außerdem fanden sie Zeit für Gespräche, auch mit ihren eigenen Kolleginnen und Kollegen. Die Schülerinnen und Schüler, die allesamt chic angezogen und in einem Crashkurs des Chefs auf gutes Benehmen gebrieft waren, führten interessante Gespräche und lernten an diesem Abend viel dazu. Der eine oder andere konnte auch seine Bewerbungsmappe oder die eigens angefertigten Visitenkarten an die Frau oder an den Mann bringen. Stimmungsvoller Höhepunkt waren dann die Auftritte der Nachwuchsband „Corazon“, die mit selbst komponierten und getexteten Liedern überzeugen konnte. Shanara und Jamie Lee Zorn, Marcel und David Kaluza passten hervorragend zur herzlichen stimmungsvollen Atmosphäre des Abends und ernteten viel Beifall.
So konnte Tjark Ommen am Ende des langen Tages seiner Organisationschefin nur erleichtert auf die Schulter klopfen und sich bei Gästen und Helfern für den schönen Abend bedanken. Die drei Ziele, die die Schule mit dem Abend verfolgt hat, wurden voll erreicht. Man wollte in erster Linie Schüler und Betriebe zusammenbringen. Weiterhin sollte aber auch die Dankbarkeit der Schule den Betrieben gegenüber zum Ausdruck gebracht werden, da diese immer wieder mit hohem Engagement Schüler in Praktika und in Lehrverhältnisse aufnehmen. Zuletzt sollte aber auch deutlich gemacht werden, „aus welchem Stall“ die Schüler der Wilhelm Röpke Schule kommen und was sie bereits können, wenn sie in die Betriebe kommen. Die Schule freut sich bereits jetzt auf den Betriebeabend im nächsten Jahr.