Esseler Bürger feiern ihre neue Brücke

Bodo Tegtmeier (links) sorgte mit dem Spielmannszug Essel für den musikalischen Rahmen bei der feierlichen Einweihung der Allerbrücke. Foto: B. Stache

Gemeindedirektor und Bürgermeister haben zur Einweihung geladen

Essel (st). Alle Einwohnerinnen und Einwohner aus Essel, Engehausen und Ostenholzer-Moor waren am vergangenen Freitag von Bürgermeister Bernd Block und Gemeindedirektor Björn Gehrs eingeladen, die Esseler Allerbrücke feierlich einzuweihen. In seiner Begrüßungsansprache erinnerte der Bürgermeister daran, dass der neue Allerübergang bereits im Mai nach fast zweijähriger Bauzeit offiziell für den Verkehr freigegeben worden sei. „Um allen Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich an der neuen Brücke zu erfreuen, haben Herr Gehrs und ich zu dieser Brückenfeier alle Esseler eingeladen“, erklärte Bernd Block, der noch einmal die geschichtliche Entwicklung des Brückenneubaus in Erinnerung rief. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Spielmannszug Essel unter Leitung von Bodo Tegtmeier, die Freiwillige Feuerwehr Essel hatte mit 15 Mitgliedern die Bewirtung bei der Feier im Freien übernommen. An der bürgerfreundlichen Einweihung nahm auch die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper teil: „Ich bin heute gerne hier bei dieser Feier, bei der die Bürger von Essel im Mittelpunkt stehen“, freute sich die Abgeordnete. Mit Blick auf das Brückenbauwerk stellte sie fest: „Die Brücke passt sich sehr gut in die Landschaft ein.“ Der neue Allerübergang hat 6,4 Millionen Euro gekostet, die Hälfte davon stammt aus EU- und Landesmitteln. Die Bedeutung des Allerübergangs bei Essel unterstrich Ingrid Günther vom „Waldgarten“: „Die Wiedereröffnung der Esseler Brücke ist für uns wichtig. Einerseits für die Einkäufe in Schwarmstedt, andererseits für unsere Gartenbesucher. Aber auch für uns als begeisterte Fahrradfahrer ist die neue Brücke mit dem abgetrennten Fahrradweg ein Gewinn.“ Für Inga Zimolong-Wilmes vom 4-Sterne-Superior Hotel Heide-Kröpke ist die Allerbrücke auch ein Stück Geschichte: „Wir haben Unterlagen aus den Jahren 1920/21 aus denen hervorgeht, dass bei Essel eine Brücke über die Aller gebaut werden soll, um unter anderem den Jägern aus dem Hannoverschen den Zugang zu ihren Jagdrevieren im Ostenholzer Moor und Westenholzer Bruch zu erleichtern. In den Aufzeichnungen wird auch der Esseler Damm erwähnt, an dem heute unser Hotel Heide-Kröpke steht.“ Bereits im Jahr 1931 hatten ihre Großeltern, die Familie Plesse, am Esseler Damm einen kleinen Ausschank erworben, dem heutigen Familienbetrieb in dritter Generation: „Verwöhnhotel Heide-Kröpke“.