Exkursion: Die Streuobstwiese im Frühling

Blick in eine neuere Anlage: Ausreichend Abstände zwischen den Bäumen einhalten, das Anbinden der Bäume und die Sicherung gegen Wildverbiss sind wichtig. Foto: Heino Fegebank
Aller-Leine-Tal. Streuobstwiesen sind nicht nur Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten, sondern ebenfalls Erholungsraum für Menschen. Um sich mit dem Thema „Kulturgut Streuobstwiese“ zu beschäftigen, hat sich Anfang des Jahres in der LEADER-Region Aller-Leine-Tal eine neue Projektgruppe zum Thema Streuobst gebildet. Als eine erste Aktivität haben die Mitglieder verabredet, einige ausgewählte Bestände in der Region kennenzulernen. Hierzu hatte das Projektgruppenmitglied Jörg Zöllner eine kleine Tour durch die Samtgemeinden Ahlden und Schwarmstedt ausgearbeitet. Für die Fahrwege haben die Teilnehmenden das durch LEADER-Mittel geförderte Allerauto genutzt – der Elektrobus des E-Carsharing Schwarmstedt.
Die interessierte Gruppe steuerte kleine und große Flächen in Ahlden (Aller), Hodenhagen, Eickeloh, Nienhagen (Gilten), Suderbruch und Schwarmstedt an. Die Eigentümer informierten über Sortenauswahl, Beschaffung von Bäumen sowie Pflanzung, Sicherung in den ersten Jahren und Pflege, Schnitt und Schäden, Bewässerung und Einzäunung. Besonders interessant waren die teilweise sehr alten Hausbäume (über 80 Jahre) und die Folgen von Schnittmaßnahmen im Laufe der Jahrzehnte. In Augenschein genommen wurde auch eine geplante Fläche für eine Neuanlage. Die Teilnehmenden haben mit den Eigentümern insbesondere über Baumkrankheiten und die Bodenbeschaffenheit, die für die Sortenauswahl wichtig ist, diskutiert. Auch die Nutzung und Vermarktung des Obstes spielte eine Rolle bei der Bereisung. An einigen Stellen konnten die Exkursionsteilnehmer die Produkte – leckere Apfelsäfte in verschiedenen Sorten – auch verkosten.
Aus Zeitgründen konnten die Straßenbäume/-obstalleen, zum Beispiel zwischen Büchten und Ahlden, Eschenworter Weg Gilten, Abt-Conrad-Weg Bothmer leider nicht mehr angesehen werden. Die Abschlussrunde war sich einig: Eine interessante und gewinnbringende Rundreise, aus der nun Ideen und Projekte zur Unterstützung und Förderung von Streuobst zu entwickeln sind.
Wer sich für eine Mitarbeit interessiert, kann sich an das LEADER-Regionalmanagement des Aller-Leine-Tals wenden. Lisa Hitzmann von KoRiS nimmt diese Meldungen gerne entgegen unter Telefon (05 11) 59 09 74 30 oder per E-Mail hitzmann@koris-hannover.de.