Fazit der LAG zum LEADER-Prozess im Aller-Leine-Tal fällt positiv aus

Aller-Leine-Tal. Wieder ist es der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) des Aller-Leine-Tals gelungen, ein interessantes Projekt aus dem Themenfeld Klimaschutz auf den Weg zu bringen: Klimafolgenanpassung in der Landwirtschaft. Die Mitglieder der LAG haben am 12. Juli in einer virtuellen Sitzung den Beschluss zu dem Antrag mehrheitlich zugestimmt, so dass insgesamt 80.000 Euro an LEADER-Fördermitteln in das Projekt fließen. Das Projekt sieht vor, eine Lösung zu entwickeln, Klimaschutz(ziele) und Landwirtschaft zu vereinen und ein Pilotprojekt im Aller-Leine-Tal umzusetzen. Das Vorhaben wird von mehreren Instituten wissenschaftlich begleitet und evaluiert, um die Ergebnisse aufzubereiten und für weitere Interessenten verfügbar zu machen.
Auch hat die LAG das Ende der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 zum Anlass genommen, eine Bilanz zu ziehen und erste Blicke in die Zukunft zu werfen. Insgesamt ist die LAG mit dem LEADER-Prozess in ihrer Region sehr zufrieden. Der LEADER-Gedanke der regionalen Zusammenarbeit verschiedener Akteure und Gruppen wird im Aller-Leine-Tal gelebt. Die Werte einer landesweiten Befragung aller LEADER-Regionen liegen fast alle im Durchschnitt oder besser. Einzelne Befragungsergebnisse zeigen auf, wo noch Verbesserungsbedarf besteht, zum Beispiel ein stärkerer Einbezug der Landwirtschaft oder die Region in ihrer Gesamtheit noch mehr in den Vordergrund zu stellen.
Nach weiteren Analysen zur Evaluierung konnten die LAG-Mitglieder ihren Fokus auf einen spannenden Ausblick auf die kommende LEADER-Förderperiode richten: Bereits im September fällt der Startschuss für die Erstellung der Regionalen Entwicklungskonzepte (REK) in den LEADER-Regionen. Bis Ende April nächsten Jahres müssen diese dem Land Niedersachsen vorliegen. Geplant ist, dass der LEADER-Prozess im Januar 2023 mit der Umsetzung erster Projekte starten kann. Auch das Aller-Leine-Tal möchte sich in seiner bestehenden Gebietskulisse erneut als LEADER-Region bewerben. Selbstverständlich wird es wieder öffentliche Beteiligungsangebote geben, sodass jede Bewohnerin und jeder Bewohner des Aller-Leine-Tals die Möglichkeit erhält, sich am regionalen Entwicklungsprozess zu beteiligen und Ideen und Vorschläge zur weiteren Gestaltung der Region einzubringen.
Die LAG-Mitglieder haben die konkreter werdenden Pläne für die kommende Förderperiode zum Anlass genommen, an einer digitalen Stellwand erste Themen und Prioritäten für die Zukunft zu sammeln und zu diskutieren. Der rote Faden „Energie“, der die laufende Förderperiode geprägt hat, konnte sich bewähren. Als Schwerpunkte wurden neben Ideen aus dem Bereich Umwelt/Klima auch Ideen aus den Themenbereichen Gesundheit, Ehrenamt/Dorfleben, Versorgung/Infrastruktur und (nachhaltiger) Tourismus gesammelt und diskutiert. Die Themenvorschläge dienen als Grundlage für den öffentlichen Beteiligungsprozess für die Erstellung des neuen REK.
Umsetzungsreife Projektvorschläge, deren LEADER-Bezuschussung in die nächste LAG-Sitzung beraten werden sollen, nimmt Lisa Hitzmann vom LEADER-Regionalmanagement entgegen. Wer Interesse hat, sich zu beteiligen, kann sich in den Verteiler aufnehmen lassen. Dazu am besten die E-Mail-Adresse mitteilen oder – wenn nicht vorhanden – die postalische Adresse dem LEADER-Regionalmanagement mitteilen unter Telefon (05 11) 59 09 74 30, hitzmann@koris-hannover.de..