Fleißige Johanniter Jugend Nachwuchsretter helfen beim Kopfweidenschneiden in der Leinemarsch

Beim Kopfweidenschneiden in der Leinemarsch war die Hilfe der Johanniter Jugend sehr gefragt. Foto: U. Fischer
Schwarmstedt. Einen nicht ganz alltäglichen Arbeitseinsatz absolvierte jetzt die Johanniter Jugend gemeinsam mit Mitgliedern der Schnelleinsatzgruppe der Johanniter des Ortsverbandes Aller-Leine. Zum Schneiden der Kopfweiden in der Leinemarsch hinter dem Schwarmstedter Friedhof trafen sich die Jugendlichen mit Mitgliedern des Hegering Schwarmstedt. Während die Erwachsenen mit Baumscheren und Motorsägen die Kopfweiden stutzten und Äste und Stämme in einer Höhe von zwei bis vier Metern absägten, schleppten die Jugendlichen den Baumschnitt auf große Stapel am Wegrand.
Mit viel Elan dabei war auch Sophia Bilo aus Buchholz. „Die Arbeit macht Spaß, gerade weil wir das gemeinsam tun. Aber manche Bäume sind schon ganz schön schwer“, sagte die 13jährige Johanniterin. Nebenbei erfuhr der Johanniter-Nachwuchs auch Wissenswertes über Kopfweiden, die seit vielen hundert Jahren das Landschaftsbild in Niedersachsen prägen. Rita Grunwald-Qual, langjähriges Mitglied des Hegerings, erklärte den Jugendlichen, dass die Bäume ein wichtiger Lebensraum für viele Vogel- und Insektenarten seien und auseinander brächen, wenn sie nicht regelmäßig geschnitten würden.
Günter Morhoff, seit 30 Jahren Naturschutzbeauftragter vom Landkreis für die Samtgemeinde Schwarmstedt und ehemaliger Vorsitzender des Hegerings, freute sich über das Engagement der Johanniter Jugend und dankte für ihren Einsatz in Sachen Naturschutz. „Für die Jugendlichen ist diese Aktion eine gute Erfahrung und es ist schön zu sehen, dass sie sich damit identifizieren können“, so Morhoff. Den Anstoß zu der Umweltaktion hatte der Bürgerstammtisch gegeben, der im vergangenen Jahr auf Initiative von Albert Papenburg gegründet worden war.
Nach vier Stunden Arbeit an der noch kalten Winterluft aber bei strahlend blauem Himmel stärkten sich die fleißigen Helfer mit warmer Erbsensuppe, die die beiden Leiterinnen der Johanniter Jugend, Daniela Papendorf und Imke Herzer, gekocht hatten. Papendorf bot die Hilfe der Johanniter Jugend auch für weitere Projekte an: „Der Einsatz hat allen viel Freude bereitet und schließlich einem guten Zweck gedient. Für gemeinnützige Arbeit steht die Johanniter Jugend immer gerne zur Verfügung“, so Papendorf.