Gehrs für Lückenschluss an der L190

An der L 190 leben Radfahrer gefährlich. Vor Ort werden nun Möglichkeiten gesucht, um einen Radweg zu realisieren.

Radweg muss aber gemeinsam finanziert werden

Lindwedel/Buchholz. „Ich trete für den Lückenschluss an der L190 ein und will den Radweg von Lindwedel nach Buchholz und Essel voranbringen. Die jetzige Situation halte ich für Radfahrer, die beispielsweise von Lindwedel zum Badesee fahren, für Lebensgefährlich und nicht hinnehmbar. Außerdem würde es große Vorteile für den Radtourismus bringen, wenn wir an das Radwegnetz der Region Hannover angeschlossen sind", betont der SPD-Kommunalpolitiker und Buchholzer Bürgermeister Björn Gehrs. Er hatte sich daher auch vor kurzem als Kreistagsabgeordneter im Kreistag für die Prioritätenliste stark gemacht und mitbeschlossen, das dieser Radweg nun dort an erster Stelle steht. Gehrs widerspricht damit anderslautende Interpretationen. Allerdings ist nach seiner Auffassung ein gemeinsames Finanzierungskonzept notwendig, denn es wird aufgrund der großen Länge mit Kosten von rund einer Millionen Euro für den Radweg gerechnet. Anders als bei Radwegen an Bundesstrassen, bei denen der Bund 100 Prozent übernimmt, ist hier eine starke Beteiligung der Kommunen nötig. Da der Radweg an einer Landesstrasse liegt werden nach jetzigem Stand vom Land Niedersachsen voraussichtlich allenfalls 50 Prozent übernommen, wobei eine Finanzierungszusage des Landes noch aussteht. Die restliche halbe Millionen Euro muss vor Ort von Kreis und Gemeinden aufgebracht werden und das schafft eine einzelne kleine Kommune nicht. Eine Realisierungschance besteht nach Ansicht von Gehrs nur in einem gemeinsamen finanziellen Kraftakt, wie er beispielsweise auch bei anderen Projekten (Deichbau Gilten) erfolgreich war. Um das Thema Radwegebau voranzubringen, kündigte Bürgermeister Björn Gehrs an, dies auf die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Ratssitzung in Buchholz zu nehmen. Zudem hat er beim Kreis angeregt, Gespräche mit der Region Hannover aufzunehmen, damit bei einer Realisierung auch die Lücke zwischen Kreisgrenze und Berkhof geschlossen wird.