"Gerechte Löhne und soziale Sicherheit - Gute Arbeit für Europa" Gewerkschaften und Initiativen treffen sich am 1. Mai 2012 zur Kundgebung in Soltau

Die Kundgebung wird von der Walsroder Frauenband „Die USCHIS“ unterstützt.
Heidekreis. Die zentrale Mai-Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für den Heidekreis startet am Dienstag, 1. Mai, um 11 Uhr im Hagen in Soltau. Viel Musik gibts von der Walsroder Frauenband „Die USCHIS“ und den „NYLONS“. Neu ist eine Hüpfburg. Nach der Eröffnung durch den DGB Kreisvorsitzenden Charly Braun gibt es verschiedene kurze Wortbeiträge aus lokalen und regionalen Betrieben und Gesellschaft. Renate Kapp (GEW) wird der Frage nachgehen, ob die Griechen alle faul sind und Lennart Onken wird über die Nazi-Umtriebe im Landkreis berichten.
Charly Braun/ DGB erklärt: „Besonders für einen Großteil der Jugendlichen gibt es auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt nur noch Hungerlöhne, befristete Jobs oder Hartz IV. SüdeuropäerInnen werden als ,faule Griechen‘ und ,korrupte Italiener‘ beschimpft. Die Wirtschaftskrise ist kein Nationalitätenproblem. Sparpakete nutzen nirgendwo, sondern zerschlagen hier wie da die Sozialsysteme. Es gibt keinen Weg aus der Krise, wenn wir uns gegenseitig bei Arbeits- und Lebensbedingungen unterbieten und Banken und Politik große Bevölkerungssteile in Armut treiben. Die freie Marktwirtschaft wird eine Krise nach der anderen hervorbringen. Mit Lohnkämpfen und Verteidigung der sozialen Daseinsvorsorge helfen wir uns nicht nur selbst. Ansonsten wird die Schieflage zwischen europäischen Volkswirtschaften zu immer neuen sozialen Verwerfungen führen. Wir fordern nicht nur am 1. Mai eine soziale Welt als Gegenmodell zur Welt von Banken und Konzernen!“
Lennart Aldag, DGB-Regionsgeschäftsführer in der Lüneburger Heide, betont: „Ein Land wie die Bundesrepublik, in dem das private Vermögen einzelner mehr als dreimal so groß ist wie alle öffentlichen Schulden, kann nicht pleite sein. Wir wollen finanziell gut ausgestattete Kommunen und Länder und fordern mehr gerechte Besteuerung, gerade der stetig wachsenden Vermögen! Der Niedriglohnsektor muss zurückgedrängt werden. Wir fordern den gesetzlichen Mindestlohn und gleiche Arbeit für gleiches Geld!“