Gitarren-Virtuose begeisterte

Richard Smerin an der Gitarre überzeugte in der Düshorner Kirche. Foto: B. Piorunek

Kirche so gut besetzt wie bei Corona möglich

Die Düshorner Kirche war am vergangenen Freitag so gut gefüllt, wie es nach den gerade geltenden Corona-Regeln möglich war. Zahlreiche Musikfreunde aus nah und fern waren zu dem wohl für längere Zeit letzten Konzert in der Kirche gekommen, um Richard Smerin zu sehen und zu hören. Der Gitarren-Virtuose, der nun schon seit 50 Jahren auf Bühnen in aller Welt zu Hause ist, trug im Düshorner Gotteshaus eine bunte Mischung seines umfangreichen Repertoires vor. Von einem 350 Jahre alten englischen Lied über unerwiderte Liebe und einem ebenso melancholischen „neueren englischen Lied“ („Yesterday“ von den Beatles) über Stücke von Bob Dylan, Joan Baez, Leonard Cohen und Tom Paxton bis hin zu vielen eigenen Werken, gab Smerin eine eindrucksvolle Kostprobe seines Könnens. Er begeisterte das Publikum mit seinem Gitarrenspiel in m ebenso markanten wie komplexen Fingerpicking-Stil, der fast vergessen ließ, dass hier nur eine einzige Gitarre erklang, und seinem einfühlsamen Gesang mit tiefer, warmer Stimme. Einige seiner Songs ergänzte er mit durch kurze Erzählungen zu ihren Hintergründen. Auf besondere Liebe des Publikums stießen mehrere sehr gefühlvolle Blues-Stücke, der Spiritual „Lay My Burden Down“ und eine eigenwillige Interpretation des Klassikers „House of the Rising Sun“.
Nach mehreren Zugaben verabschiedete sich Richard Smerin unter tosendem Applaus von den begeisterten Musikfreunden in der Düshorner Kirche.