Glasfaser bis an das Haus

Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs (rechts) und htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann engagieren sich für flächendeckendes, schnelles Internet mit Glasfaserverbindungen. Foto: B. Stache

Schwarmstedt soll beim Ausbau des schnellen Internets weiterhin führend bleiben

Schwarmstedt (st). Die Samtgemeinde Schwarmstedt war in den vergangenen Jahren führend im Ausbau des schnellen Internets. „Dies soll so bleiben und fortgesetzt werden“, kündigte Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs am Donnerstag in einem Pressegespräch im Rathaus an. Mit dabei: htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann. „Wir haben uns hier in der Samtgemeinde Schwarmstedt frühzeitiger als andere auf den Weg nach schnellem Internet gemacht. 2008 wurde die DSL-Initiative ins Leben gerufen“, erklärte Björn Gehrs, der das schnelle Internet als sein persönliches Steckenpferd betrachtet. Mittlerweile seien nahezu alle Orte und Ortsteile in der Samtgemeinde mit DSL und Vectoring ausgestattet. „Wir haben jetzt Bandbreiten von 50 bis 100 Megabit pro Sekunde, mit Glasfaser ist ein Vielfaches möglich“, beschrieb Gehrs die aktuelle Situation. Um konkurrenzfähig zu bleiben, werde das schnelle Internet per Glasfaser unbedingt benötigt, ist sich der Samtgemeindebürgermeister sicher. „Was heute vorgestellt wird, ist ein riesiger Schritt in diese Richtung. Wir werden einen Ausbau mit Glasfaser haben, der bis in die Haushalte geht.“ Damit ergebe sich für die betreffenden Bewohner mit htp ein Ansprechpartner, auch wenn einmal Probleme auftreten sollten. An der Entscheidung, als Samtgemeinde mit htp zusammenzuarbeiten, hatten auch die Ratsmitglieder mitgewirkt, versicherte Björn Gehrs. Die Deutsche Telekom sei an entsprechenden Aufträgen nicht interessiert. Der schnelle Ausbau mit DSL und Vectoring-Technik habe zu Beginn der Kooperation zwischen Samtgemeinde und htp dazu gedient, erst einmal Glasfaserverbindungen in die Ortschaften zu bekommen, erinnerte htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann. Die bisherige Versorgung mit Kupferkabeln bis zum Endverbraucher sei jedoch keine dauerhafte Lösung, denn diese Kabel lassen Bandbreiten, wie sie mit Glasfaser zu erreichen sind, nicht zu. Daher soll das Glasfaserkabel bis in die Haushalte verlegt werden. „Wir wollen bis Ende 2022 mit dem Ausbau fertig sein“, prognostiziert der Geschäftsführer. Um Planungssicherheit zu haben, wird es wieder ein Interessenbekundungsverfahren geben. Daraus können sich entsprechende Verträge mit htp zur durchgängigen Versorgung mit Glasfaser ergeben. Die per Glasfaser zu erzielenden symetrischen Bandbreiten von 50, 100, 250 oder 1024 Mbit/s erlauben entsprechende Down- und Uploads gleichermaßen. Wer sich an der neuen Aktion beteiligt, muss für den Anschluss am Haus nichts bezahlen, versicherte Thomas Heitmann. Voraussetzung: Abschluss eines 24-Monatsvertrags mit htp für Telefon und Internet. „Wir wollen jeden Haushalt an dieses Netz anbinden“, hofft der Geschäftsführer. Das Unternehmen htp mit Sitz in Hannover verfolgt auch in der Samtgemeinde Schwarmstedt ein langfristiges Konzept: „Wir investieren mit hohem Engagement in den Ausbau der Breitbandversorgung und konzentrieren uns dabei nicht nur auf die Ballungsräume“, heißt es dazu auf der Webseite www.htp.net. In Kürze (nach den Herbstferien) werde es eine erste Informationsveranstaltung in Lindwedel zur neuen Glasfaserinitiative geben, kündigte Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs an. „Wir sind mit dem Glasfaserausbau dann weiter, als jede andere Kommune in der Region Hannover.“ Bei Vertragsabschlüssen mit htp profitieren auch wieder die Vereine: pro Abschluss zahlt htp 50 Euro in die Vereinskasse. Weitere Informationen werden unter www.glasfaser-initiative-schwarmstedt.de bereitgestellt.