Gut besuchter Elternabend

Viele Eltern folgten der Einladung zum Präsentationsabend in den Uhle-Hof.

Präsentationsabend „Mein Körper gehört mir“ im Uhle-Hof

Schwarmstedt. Der Brief mit der Überschrift „Mein Körper gehört mir“ – Einladung zum Präsentationsabend im Uhle-Hof“ ging an alle Eltern und Erziehungsberechtigten der  Schüler aus den dritten und vierten Klassen in der Samtgemeinde Schwarmstedt; und wie schon vor zwei Jahren folgten über 60 Eltern dieser Einladung.
„Mein Körper gehört mir“ ist in Schwarmstedt ein seit Jahren fest eingeführter Baustein aus dem Programm der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, der in allen vier Grundschulen den dritten und vierten Klassen jedes zweite Jahr angeboten wird. Die Spielszenen beschäftigen sich mit dem Thema sexuelle Gewalt und sind ein anerkannt wirksames, vom Landespräventionsrat empfohlenes Präventionsprogramm. Ohne Angst zu erzeugen sollen Kinder auf mögliche Übergriffe vorbereitet werden, damit sie diese im Fall der Fälle selbstbewusst und mutig abwehren können.
Nicole Mittelstaedt, die als PaC (Prävention als Chance)-Managerin für Gewaltprävention und Soziales Lernen in der Samtgemeinde Schwarmstedt zuständig ist, begrüßte alle anwesenden Eltern und bedankte sich beim Präventionsrat Schwarmstedt und dem Kreispräventionsrat Heidekreis, die die Kosten für die Infoveranstaltung übernommen haben.
Die Eltern hatten an diesem Abend die Möglichkeit, alle Spielszenen des Präventionsprogramms mitzuerleben, die ihren Kindern in der Schule dargeboten werden. Mit viel Einfühlungsvermögen und Feingefühl spielten die Darsteller verschiedene Situationen vor. Ein Mädchen bürstet ihrem Freund die Haare. Aber das ziept! …Eigentlich wollte der Nachbar dem Jungen nur beibringen, wie man Tennis spielt. Plötzlich fasst er ihm an den Po… Immer wieder wandten sich die Darsteller direkt an die Eltern, so wie sie es später auch mit den Kindern im Klassenverbund machen werden. Hat der Junge ein Ja- oder Nein-Gefühl? Was würdet ihr dem Mädchen raten? Was hättet ihr in so einer Situation gemacht? Und immer wieder die Frage…Wie könnten sie sich Hilfe holen? Drei Fragen werden den Eltern und später auch den Kindern mit auf den Weg gegeben, die sich jeder in einer unwohlen Situation stellen sollte: Habe ich ein Ja- oder ein Nein- Gefühl? Weiß eine vertraute Person wo ich bin? Bekomme ich Hilfe, wenn ich welche brauche? Wenn nur eine Frage mit Nein beantwortet werden kann, sollten sich Kinder bei vertrauten Personen absichern.
Nach dem Theaterstück hatten die Eltern genügend Zeit Fragen zu stellen, die umfassend beantwortet wurden. Mit einem Applaus und vielen positiven Rückmeldungen ging der Abend zu Ende, alle Eltern hatten das Gefühl, auf mögliche Reaktionen und Fragen der Kinder gut vorbereitet zu sein.