Handball statt Schule

Der als Partnerübung gedachte „Bärengang“ machte den Kindern so viel Spaß, dass sie ihn als ganze Gruppe ausprobierten.

Schüler aus Schwarmstedt und Lindwedel können in den Sport reinschnuppern.

Schwarmstedt/Lindwedel. Rund 350 Jungen und Mädchen der Grundschulen Schwarmstedt und Lindwedel hatten an drei Tagen der letzten Woche die Chance, sich in der Sporthalle auszutoben und Handball zu spielen statt die Schulbank zu drücken. Der MTV Schwarmstedt hatte den vom Handballverband Niedersachsen für den 16. November ausgeschriebenen „Tag des Mädchenhandballs“ kurzerhand ein wenig ausgedehnt und so auch den Jungen die Gelegenheit zu sportlicher Betätigung gegeben. Alle Kinder waren begeistert, die ersten haben bereits den Weg zum Schnuppertraining des Vereins gefunden, weiter ihre Teilnahme angekündigt. Spartenleiterin Ina Heiken und die Übungsleiter aus dem Kinder- und Jugendbereich der MTV-Handballsparte Lukas Preis, Sophie Berger, Philip, Steffen, Sören und Ruth Hildebrandt, unterstützt von den Müttern Sylvia Abeling, Martina Frerker und Julia Sander sowie einigen Lehrkräften halfen den Kindern, sich auf einem Parcours mit Grundübungen aus den Bereichen Wahrnehmung,Technik, Schnelligkeit, Kräftigung, Koordination mit und ohne Ball sowie Zielwerfen vertraut zu machen und auf dem Kleinfeld Minihandball (4+1) zu spielen. Selbst die Erstklässler waren mit großer Begeisterung bei der Sache, auch wenn der ein oder andere im Übereifer den Ball auch mal Richtung eigenes Tor warf oder mit dem Ball unterm Arm übers ganze Spielfeld lief. Unter geduldiger, fachkundiger Anleitung lernten die Kinder die wichtigsten Regeln schnell, merkten bald, dass man als Team mehr erreichen kann als „Alleinunterhalter“, feuerten ihre Klassenkameraden lautstark an, und waren am Ende des Schultages zwar kaputt aber bestens gelaunt. Und die Erfahrung, dass gemeinsam lernen und Spaß haben wichtiger ist, als zu siegen, machten sie so ganz nebenbei auch noch. Denn wie im Minihandball üblich, wurden keine Tore gezählt, und somit auch keine Sieger ermittelt. Jedes Kind bekam am Ende nicht nur ein Heft mit den wichtigsten Handballregeln und einigen Übungen gegen die Langeweile zu Hause, sondern auch einen „Handball-Spieler-Pass“, in dem die erfolgreich absolvierten Bereiche des Parcours abgehakt waren. Am Ende waren sich Schüler, Lehrer und MTV-Übungsleiter einig: "Das machen wir nächstes Jahr wieder.“