Herabstufung der Aller

Die Bürgermeister der Kommunen des Aller-Leine-Tals fordern vom Bund Informationen über die geplante Herabstufung der Aller.

Betroffene Kommunen fordern Informationen

Heidekreis. Der Bund plant, die Aller zur sonstigen Wasserstraße herabzustufen und Investitionen in die Wasserstraße einzuschränken. Die betroffenen Kommunen entlang der Aller werden zwar die Auswirkungen tragen müssen, sind aber bislang vom Bund nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen worden. Dies wollen sich die Bürgermeister nun nicht länger gefallen lassen. In einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bitten Sie um „umfassende Informationen aus erster Hand“ und um ein Gespräch über die Zukunft der Aller.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Leader-Region Kooperationsraum Aller-Leine-Tal eine Resolution erarbeitet. In dieser wurde auf den Standpunkt der betroffenen Kommunen im Aller-Leine-Tal hingewiesen und Bedenken insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen für den Tourismus geltend gemacht. Die Gemeindevertreter konnten zwischenzeitlich Presseveröffentlichungen entnehmen, dass eine Herabstufung der Aller zur „sonstigen Wasserstraße“ beabsichtigt ist. Eine direkte Beteiligung der betroffenen Kommunen im Aller-Leine-Tal erfolgte jedoch nicht. „Da auch die nun vorgenommene Neubewertung als 'sonstige Wasserstraße' die unterste Kategorie der Einstufung darstellt, können wir nicht erkennen, wie unseren Bedenken Rechnung getragen wurde. Die Bedeutung der Aller für die betroffenen Kommunen beschränkt sich aber nicht nur auf den Tourismus. Als betroffene Bürgermeister erwarten wir aus erster Hand umfassende Informationen über die beabsichtigten Maßnahmen und Aufklärung darüber, welche Auswirkungen die Reduzierung Ihrer Investitionen in die Aller haben werden. Wir müssen beispielsweise wissen welche Maßnahmen künftig getroffen werden, um den Hochwasserschutz zu gewährleisten oder wie ein Absenken des Grundwasserspiegels mit Folgen für Umwelt und Landwirtschaft verhindert wird", so das Schreiben an den Bundesverkehrsminister. Zur Unterstreichung des Anliegens planen die Bürgermeister in den Räten des Aller-Leine-Tals (Gemeinde Hambühren, Gemeinde Wietze, Gemeinde Winsen/Aller, Samtgemeinde Schwarmstedt, Samtgemeinde Ahlden, Samtgemeinde Rethem, Gemeinde Dörverden, Gemeinde Kirchlinteln) Resolutionen zu diesem Thema einzubringen.