Hilfsaktion wirft ihre Schatten voraus

Vorbereitungen für den „Johanniter-Weihnachtstrucker“ laufen auf Hochtouren

Schwarmstedt. Die Vorbereitungen für die Aktion „Johanniter-Weihnachtstrucker“, an der sich die Johanniter aus dem Aller-Leine-Tal erstmalig beteiligen, haben begonnen. Der Startschuss für die Sammelaktion, bei der Hilfspakete für notleidende Menschen in Albanien, Rumänien und Bosnien gepackt werden, fällt am 24. November.
Zum 25. Mal rufen die Johanniter Schulen, Kindergärten, Vereine und Firmen sowie Privatleute dazu auf, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen und in den Dienststellen der Hilfsorganisation abzugeben. Zwischen Weihnachten und Silvester werden die gespendeten Hilfspakete in vier langen LKW-Konvois von ehrenamtlichen Fahrern und Helfern der Johanniter nach Albanien, Bosnien und Rumänien gebracht und notleidenden Menschen übergeben. Ziel der Konvois sind ausgewählte Kleinstädte und Dörfer sowie abgelegene Bergdörfer. Dort werden die Pakete überwiegend persönlich an sozial schwache und kinderreiche Familien, Waisen, Kindergarten- und Schulkinder, Senioren, Menschen mit Behinderung, Besucher von Armenküchen, aber auch an Opfer von Blutrache oder Bewohner einiger Roma-Siedlungen verteilt. Erstmalig beteiligt sich in diesem Jahr auch die Johanniter-Unfall-Hilfe aus dem Aller-Leine-Tal an der Aktion, die vom 24. November bis 16. Dezember stattfindet. „Wir freuen uns, dass wir bei dieser großartigen Aktion dabei sein können, denn hier wissen wir, dass unsere Hilfe gebraucht wird und dort auch wirklich ankommt. Die Pakete erleichtern den Menschen in den Zielländern die Grundversorgung in den harten Wintermonaten und senden ihnen zugleich ein Zeichen der Solidarität“, erläutert Marc Nieber, Mitglied der Dienststellenleitung. „Darüber hinaus macht die Aktion uns selbst auch bewusst, dass vieles, was wir für selbstverständlich halten, für andere Menschen in Europa nach wie vor sehr wertvoll ist – sei es eine intakte Infrastruktur, zur Schule zu gehen, ausreichend zu Essen zu haben oder Dinge wie eine Zahnbürste zu besitzen.“ „Die Pakete sollen anhand einer Packliste gepackt werden“, bittet Nieber. „Dies ist aus zollrechtlichen Gründen wichtig und zudem möchten wir, dass alle Pakete in etwa gleichwertig sind.“ Folgende Artikel sollten in ein Weihnachtstrucker-Päckchen: 2 kg Zucker, 3 kg Mehl, 1 kg Reis, 1 kg Nudeln, 2 Liter Speiseöl in Plastikflaschen, 3 Packungen Multivitamin-Brausetabletten, 3 Packungen Kekse, 5 Tafeln Schokolade, 500 g Kakaogetränkepulver, 2 Duschgele, 1 Handcreme, 2 Zahnbürsten, 2 Tuben Zahnpasta sowie 1 kleines Geschenk für Kinder (zum Beispiel Malblöcke und Stifte). Allein im vergangenen Jahr konnten mehr als 59.000 Päckchen in die Zielregionen gebracht werden. „Uns ist es wichtig, dass wir die Päckchen möglichst persönlich übergeben“, betont Nieber. „Dazu arbeiten die Johanniter mit langjährigen, zuverlässigen Partnern vor Ort zusammen, wie etwa Kirchengemeinden, Schulen, privaten Initiativen oder lokalen Partnerorganisationen.“ Die Sammelstelle in Schwarmstedt befindet sich im Johanniter-Zentrum, Celler Straße 7. Hier können Hilfspakete werktags immer von 9 bjs12 Uhr und nach Vereinbarung abgegeben werden. Im Rettungszentrum in Rethem, Zur Scheibenwiese 2 werden Pakete nach telefonischer Vereinbarung, Telefon (0 51 65) 27 37 entgegengenommen.