Himmlisches Wolkenloch/Traditioneller Nikolausbesuch auf dem Flugplatz Hodenhagen

Fast 200 Kinder und Erwachsene warteten auf den Nikolaus beim Aeroclub Hodenhagen.
Heidekreis. 21 Knoten Crosswind in Boen auf der Landebahn trotz Sonnenschein. Landen ist da kein Kinderspiel. Den Nikolaus aber schreckte die Wetterlage nicht. Er nutzte ein Wolkenloch über Hodenhagen, um sicher auf dem Flugplatz zu landen. Andernfalls wären wohl die annähernd 200 Kinder und Erwachsenen aus Hodenhagen und Umgebung auch mächtig enttäuscht gewesen. Lange bevor der Nikolaus durch die Wolken stach, hatten sie sich am vergangenen Sonnabend am Zaun vor dem Rollfeld des Flugplatzes Hodenhagen versammelt und warteten erwartungsfroh. Und da tauchte plötzlich ein kleines weiß-rotes Flugzeug am Himmel auf. Von Minute zu Minute wurde es größer, bis es schließlich im Tiefflug über die Landebahn schoss, wieder abhob und gen Himmel verschwand. Ein Raunen ging durch die Zuschauer. Enttäuschung und Irritation machten sich breit. Aber nur kurz. Denn wenige Minuten später setzte die Cessna auf dem nassen Rasen der Landebahn auf und rollte schwungvoll bis vors Fliegerstübchen zu den Kindern. Und als der Alte im roten Mantel aus dem Flugzeug stieg, gab es kein Halten mehr. „Nikolaus, Nikolaus, Nikolaus...“, skandierten Kleine und Große gemeinsam, solange bis er endlich bei ihnen am Zaun war.
Der Nikolaus schüttelte unzählige Hände und ließ sich so manches Gedicht vortragen. Allein hätte er es wohl nie geschafft, all die bunten Tüten zu verteilen. Aber viele fleißige Helfer vom Aeroclub Hodenhagen unterstützen ihn dabei. Rund 200 Tüten mit Schleckereien wurden an diesem Sonnabendnachmittag in Hodenhagen verteilt. Keines der Kinder bekam eine Rute. Zeit zum Verweilen indes hatte der Nikolaus nicht. Und so verschwand er bald wieder in dem kleinen weiß-roten Flugzeug mit dem er gekommen war. Einige Pilotinnen und Piloten des Aeroclub taten es ihm gleich, stiegen in ihre Maschinen und begleiteten ihn durch die Wolken gen Himmel.