In 80 Stunden zum Lebensretter

Zum Abschluss des Prüfungstages zeigten sich die frischgebackenen Sanitätshelfer:Innen sehr erleichtert, die Ausbildung trotz der Corona-bedingten Einschränkungen, so gut abgeschlossen zu haben. (Foto: Foto: Johanniter)

Johanniter bilden Sanitätshelfer:Innen erfolgreich aus

Schwarmstedt. Trotz Corona-Pandemie und deutlich eingeschränkter Möglichkeiten von Präsenzveranstaltungen im Johanniter-Zentrum, ist es den Johannitern im Ortsverband Aller-Leine gelungen, auch in diesem Jahr wieder erfolgreich einen Sanitätshelfer-Lehrgang für interessierte Helfende im Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst durchzuführen. Insgesamt sieben Teilnehmer starteten Anfang Februar diesen intensiven Ausbildungslehrgang, der neben theoretischen Grundlagen auch das Training von erweiterten Erste-Hilfe-Maßnahmen und den Umgang mit medizinischen Hilfsmitteln vorsieht. An insgesamt fünf Wochenenden haben die angehenden Sanitätshelfer viel Basis-Wissen rund um das ABC der lebensrettenden Maßnahmen gelernt.
Corona-bedingt mussten die Inhalte in diesem Jahr erstmals im „Blended-Learning“-Verfahren vermittelt werden. So wurden die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und dem E-Learning, also dem Lernen auf Distanz, kombiniert. Hierbei wurden besonders Theorieinhalte ausschließlich Online gelehrt. Nur zu bestimmten praktischen Lehrinhalten trafen sich Kleingruppen in definierten Zeitfenstern in den Räumlichkeiten des Johanniter-Zentrum, um unter den nochmals verschärften, weit über den Standards liegenden, Hygiene- und Abstandsregeln, den adäquaten Umgang dem Sanitätsmaterial wie zum Beispiel mit dem Automatischen Externen Defibrillator (AED) und dem Larynxtubus zu üben. Dabei waren die aktuellen Wiederbelebungsrichtlinien ebenso Thema, wie die richtige Ausführung ärztlicher Anweisungen. Vor einigen Tagen stellten sich die Teilnehmer gut vorbereitet den theoretischen und praktischen Prüfungen. Unter der Leitung von Christian Simon wurden sie auf „Herz und Nieren“ geprüft und im praktischen Teil mit diversen Fallbeispielen wie einem Apoplex (Schlaganfall), einem Schädel-Hirn-Trauma, einem Unfallgeschehen mit abgetrennter Hand oder einer Bewusstlosigkeit nach Asthmaanfall, konfrontiert.
Im Anschluss folgte die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die den Teilnehmern zum Ende eines anstrengenden Tages nochmals große Konzentration abverlangte. „Wir freuen uns, dass wir die Hygienestandards so anpassen konnten, dass dieser Sanitätshelfer-Kurs trotz Pandemie stattfinden konnte. Wir danken allen, die an der Durchführung und Organisation der Ausbildung beteiligt waren für ihren wertvollen Einsatz,“ zeigt sich Marc Nieber, Mitglied der Dienststellenleitung im Ortsverband Aller-Leine, sehr zufrieden über das Engagement der Ehrenamtlichen, die nun im Bevölkerungsschutz und bei Sanitätsdiensten eingesetzt werden können.



Bildunterschrift:
Bild Gruppe:
Zum Abschluss des Prüfungstages zeigten sich die frischgebackenen Sanitätshelfer:Innen sehr erleichtert, die Ausbildung trotz der Corona-bedingten Einschränkungen, so gut abgeschlossen zu haben.

Bild Reanimation:
Die Reanimation, die hier an einer Puppe durchgeführt wird, gehört zu den wichtigen praktischen Prüfungsinhalten zum „Sanitätshelfer:In“.


Foto: JUH/N. Jaruschewski