Johanniter bilden Notfallsanitäter aus

Die Auszubildenden des Ortsverbandes Aller-Leine, Marc-Benjamin Frederich (von links), Katharina Kortmann, Brian Rosochatius, Merle Johannes, Henrike Rimkus, Niklas Stäcker und Til Bergmajer während eines Treffens zu Beginn des Jahres. Foto: Johanniter/D. Lawrenz

Praktische Ausbildung im Ortsverband Aller-Leine

Schwarmstedt. In der Lehrrettungswache der Johanniter in Schwarmstedt wurden sieben junge Menschen in drei unterschiedlichen Ausbildungsjahrgängen zu Notfallsanitätern ausgebildet. Alle haben sich in umfangreichen Auswahlverfahren durchgesetzt und einen der begehrten Ausbildungsplätze im Regionalverband Niedersachsen-Mitte bekommen.
„Der neue Beruf des Notfallsanitäters löste per Gesetz 2014 den des Rettungsassistenten ab und wird seit dem Jahr 2015 auch bei uns in Schwarmstedt ausgebildet", sagt Marc Nieber, Mitglied der Dienststellenleitung der Johanniter aus dem Ortsverband Aller-Leine. Die nun dreijährige Ausbildung soll das nicht-ärztliche Rettungsdienstpersonal zu mehr eigenverantwortlichem Handeln befähigen. In der Praxis heißt das: Notfallsanitäter dürfen künftig zum Beispiel – nach Vorgabe des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst – heilkundliche Maßnahmen anwenden. Mehr Kompetenz bedeutet natürlich auch mehr Verantwortung.
Die Johanniter haben deshalb vor die Ausbildung ein Auswahlverfahren gestellt. „Am Ende ihrer Ausbildung müssen Notfallsanitäter nicht nur fachkompetent, sondern auch körperlich fit und psychisch stabil sein". Denn neben der Konfrontation mit Kranken und Verletzten müssen die Retter auch ihre zum Teil mehr als 25 Kilogramm schwere Ausrüstung mit sich tragen und in der Lage sein, nicht gehfähige Patienten sicher in die Klinik zu bringen.
Die Auszubildenden des Ortsverbandes Aller-Leine absolvieren ihre schulische Ausbildung an der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover. Darüber hinaus lernen sie praktisch in der Lehrrettungswache in Schwarmstedt sowie im Heidekreis-Klinikum Walsrode und Soltau. Die erfahrenen Praxisanleiter im Johanniter-Rettungsdienst, begleiten die komplette Ausbildung ihrer „Schützlinge“ und setzen gleichzeitig hohe Erwartungen an deren Arbeit als Notfallsanitäter. „Mit dem neuen Berufsbild hat sich das Rettungswesen noch weiter professionalisiert und die Kompetenz und Verantwortung der Retter weiter erhöht“, bestätigt auch Frank-Peter Büchle, Praxisanleiter und selbst Notfallsanitäter in Schwarmstedt.