Johanniter blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück

Katharina Dröse (rechts), hier bei ihrem ersten Dienst als Notfallsanitäterin mit Michael Grunwald, hat ihre dreijährige Ausbildung im Ortsverband Aller-Leine und an der Johanniter-Akademie im Sommer erfolgreich abgeschlossen. Foto: Johanniter/D. Lawrenz
 
Die Auszubildenden des Ortsverbandes Aller-Leine, Marc-Benjamin Frederich (von links), Katharina Kortmann, Brian Rosochatius, Merle Johannes, Henrike Rimkus, Niklas Stäcker und Till Bergmajer während einer internen Fortbildung. Foto: Johanniter/D. Lawrenz

Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft im Heidekreis wurden gestellt

Schwarmstedt. Die Johanniter im Ortsverband Aller-Leine erlebten in 2018 ein sehr bewegtes Jahr mit vielen Herausforderungen. Neben Veränderungen im personellen Bereich, war es vor allem auch durch die Entscheidung, den Johanniter-Betreuungsdienst zum Ende des Jahres aus wirtschaftlichen Gründen zu schließen, geprägt. Mit Blick auf eine sichere und erfolgreiche Zukunft des Ortsverbandes allerdings eine wichtige Weichenstellung.
Zur Jahresmitte bereits übernahm Marc Nieber aus Walsrode als neues hauptamtliches Mitglied der Dienststellenleitung des Ortsverbandes Aller-Leine gemeinsam mit dem langjährigen Dienststellenleiter Klaus Kramer die Verantwortung für den Johanniter-Ortsverband im südlichen Heidekreis. Nieber, der zuvor 18 Jahre als Fachbereichsleiter im Johanniter-Ortsverband Hannover-Wasserturm tätig war, bedankte sich bei seiner feierlichen Amtseinführung in der St.-Laurentius-Kirche in Schwarmstedt für das entgegengebrachte Vertrauen: „Wir werden den Ortsverband Aller-Leine gemeinsam gestalten und ihn weiter voranbringen“. Personelle Veränderungen gab es auch in der Leitung der beiden Rettungswachen. Die Position des erkrankten Rettungswachenleiter Jörg Papendorf wird schon seit Beginn des Jahres 2018 von Marc Pawlowski ausgefüllt. Sabrina Haverichter ist als seine Stellvertreterin vorwiegend auf der Wache in Rethem eingesetzt.
Die Ausbildung von kompetenten Rettungsdienstmitarbeitern spielte auch im vergangenen Jahr eine wichtige Rolle. So hat Katharina Dröse als erste Auszubildende im neuen Ausbildungsgang des Notfallsanitäters im Sommer ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich abschließen können. Sie wurde anschließend direkt in den Rettungsdienst übernommen. In den Lehrrettungswachen in Schwarmstedt und Rethem werden zurzeit sieben Auszubildende, neben ihrer schulischen Ausbildung an der Johanniter-Akademie, im praktischen Bereich zum Notfallsanitäter ausgebildet. Zum Abschluss des vergangenen Jahres waren außerdem vier Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder im Rahmen des Bundesfreiwilligen Dienstes bei den Johannitern im Rettungsdienst, der Erste-Hilfe-Ausbildung, im Hausnotruf-Einsatzdienst und in der Verwaltung tätig.
Mit allen Rettungsmitteln des Ortsverbandes wurden in beiden Rettungswachen im vergangenen Jahr insgesamt 3.376 Notfalleinsätze und 498 Krankentransporte durchgeführt. Die knapp 75 Einsätze pro Woche werden derzeit von 32 hauptamtlichen Mitarbeitern geleistet.
Mehr als 800 Kunden nutzen 2018 den Johanniter-Hausnotruf und dürften sich dadurch ein Stück weit sicherer in ihren eigenen vier Wänden gefühlt haben. Bei insgesamt 440 Einsätzen leistete der Hausnotruf-Einsatzdienst, der im südlichen Heidekreis und über dessen Grenzen hinaus tätig ist, wichtige Hilfe bei allen Notfällen. Vor allem gestürzten Personen konnte dabei erstmals mit dem modernen Hebekissen sicher und leicht geholfen werden.
Die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) absolvierte mit 36 Sanitätsdiensten insgesamt 1.193 Dienststunden. Einen besonderen Höhepunkt erlebten die ehrenamtlichen Helfer der SEG Anfang Oktober. Der an Amyotropher Lateralskleorse (ALS) erkrankte Werner Mewes, hatte sich gewünscht, noch einmal ein paar Tage an der Ostsee verbringen zu können. Die Johanniter sowie der Verein „Chance zum Leben – ALS“ erfüllten seinen Herzenswunsch und brachten ihn im Krankentransportwagen an die Ostsee. Hier konnte er dann im Kreise der ganzen Familie auch die Goldene Hochzeit mit seiner Frau feiern.
Nach der Verabschiedung der langjährigen Ortsjugendleiterin Daniela Papendorf wählten die Jugendlichen, Niclas Jaruschewski zum neuen Ortsjugendleiter. Sein Amt als Stellvertreter nimmt jetzt Lars Brandt wahr. Besonders erfreut war der Nachwuchs der Johanniter über die Ehrung mit dem SPD-Umweltpreis 2018 der Samtgemeinde Schwarmstedt, die man sich mit dem langjährigen Engagement am Aktionstag „Schwarmstedt räumt auf“ verdient hatte. Neben der internen Gartenparty für alle Mitarbeiter des Ortsverbandes zählten vor allem der Schwarmstedter Blaulichttag im August, die zweite Teilnahme an der Berufsmesse work+life in Bad Fallingbostel sowie der leider etwas verregnete „Tag der offenen Tür“ im neuen Johanniter-Zentrum in Schwarmstedt zu den wichtigsten Veranstaltungen. Wie auch in den vergangenen Jahren freute man sich im Ortsverband auch über das Interesse der Schulen an der Ausbildung von Schülern. Während man an der Hermann-Löns-Grundschule in Bad Fallingbostel und der Wilhelm-Röpke-Grundschule in Schwarmstedt die Ersthelfer-von-Morgen mehr spielerisch ausbildete, konnten die Oberschule in Hodenhagen sowie die KGS Schwarmstedt von der Ausbildung der Schulsanitäter im Rahmen einer intensiven Erste-Hilfe-Ausbildung profitieren.
Zum Jahresabschluss nahm man erstmals an der bundesweiten Johanniter-Aktion „Weihnachtstrucker“ teil. Der Ortsverband bedankt sich hiermit nochmals bei allen, die mit fertig gepackten Paketen oder auch mit Sachspenden dafür gesorgt haben, dass auch aus Schwarmstedt und Rethem Pakete in der Ukraine an bedürftige Familien abgegeben werden konnten. Der Dank der Ortsverbandsleitung gilt allen ehren- und hauptamtlichen Johannitern, die auch im vergangenen Jahr ihr Engagement, ihre Zeit und ihre Kraft in den Dienst des Nächsten gestellt haben. Danke auch an deren Familien und Angehörige, die dafür oftmals viel Verständnis aufbringen müssen.