Junge Union im Gespräch mit Bundesarbeitsministerin

Ursula von der Leyen umringt von Mitgliedern der Jungen Union.
Heidekreis. Kürzlich nahm eine Delegation der Jungen Union im Heidekreis die Gelegenheit wahr und besuchte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen in ihrem Wahlkreisbüro in Hannover. Die Ministerin und die jungen Christdemokraten diskutierten miteinander über verschiedene Themen, wie Rente, Kindergärten und Frauenquote. So machte Frau von der Leyen deutlich, dass sie es absolut ungerecht empfände, wenn jemand sein ganzes Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt habe, letztlich aber nur die Grundsicherung erhalte, deshalb habe sie den Vorschlag der Zuschussrente eingebracht und hoffe nun, die eigene Koalition davon überzeugen zu können.
Strittig zwischen den jungen Christdemokraten und der Bundesministerin blieb das Thema der Frauenquote. Während Dr. von der Leyen die Auffassung vertritt, dass insbesondere die großen DAX-Konzerne genügend Zeit hatten sich auf freiwilliger Basis nach qualifizierten weiblichen Vorstandsmitgliedern umzuschauen, sind die jungen Christdemokraten der Auffassung, dass sich die Frage eine Quotierung von alleine lösen werde, da insbesondere die junge Generation nicht auf das Geschlecht, sondern allein auf die Qualifikation achte. Insbesondere im Bereich der Vereinbarung von Familie und Beruf und dem damit einhergehenden Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten im Kindergartenbereich waren die Jungunionisten Dr. Ursula von der Leyen für ihre bisherigen Vorstöße sehr dankbar. Die junge Generation wolle die freie Wahl haben, wie sie Berufstätigkeit und Familie vereinbare und auch ob beide Elternteile berufstätig seien oder teilweise zugunsten der Kinderbetreuung auf eine eigene Berufstätigkeit verzichten. Besonders gelobt wurden auch die von Ursula von der Leyen eingeführten Maßnahmen zur Bildung und Teilhabe. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die vor allem auf fehlenden oder fehlerhaften Verwaltungsrichtlinien basierten, laufe dieser Bereich nun geräuschlos und helfe vielen Kindern und Jugendlichen, indem sie zum Beispiel kostenlos in den Kindertagesstätten Mittagessen könnten, an Klassenfahrten teilnehmen könnten, Vereinsmitgliedschaften gefördert würden oder Lernförderung erhielten.
Insgesamt war die Ministerin sehr offen für die Ideen und Meinungen der jungen Leute aus dem Heidekreis und freute sich über das Interesse und das Engagement der Teilnehmer. Die Jungunionisten baten Ursula von der Leyen, auch künftig sich als Anwältin der jungen Generation für Nachhaltigkeit und ein familienfreundliches Umfeld einzusetzen.