„KlarSicht“ – eine Initiative der BZgA in den siebten Klassen der KGS

Mit der Rauschbrille kann man nicht mehr geradeaus gehen, sehr zur Freude der Klassenkameraden. Rechts im Bild Projektleiterin Gabriele Wolters. Foto: Lara Jensen
 
Christian Biringer unterstützt seine Kollegin Gabriele Wolters bei der Präventionsmaßnahme. Foto: Lara Jensen

Präventionsmodell in diesem Jahr zum siebten Mal an der Wilhelm-Röpke-Schule

Schwarmstedt. Dinge, die wirklich gut sind, die kann man auch beibehalten, muss nicht in jedem Jahr „das Rad neu erfinden“. Zu diesen wirklich erprobten und bewährten Projekten gehört an der KGS das Programm „KlarSicht“, das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickelt worden ist. Das Programm umfasst verschiedene gesundheitliche Gefährdungen, insbesondere den Alkohol- und Tabakkonsum. Zum siebten Mal in Folge wurde dieser Präventionsbaustein jetzt jeweils in einer Doppelstunde für die siebten Klassen angeboten.
Wie genau solche Präventionsprojekte wirken, kann nie mit Sicherheit gesagt werden. Tatsache ist jedoch, dass die Schüler aus Schwarmstedt bei einer breit aufgestellten Umfrage in Bezug auf den Alkoholkonsum jetzt auf einem Mittelfeldplatz landeten, während früher, und das war sicher besorgniserregend, die bundesweit durchgeführte „Pfeiffer-Studie“ die Schwarmstedter noch auf dem unrühmlichen Spitzenplatz sah.
Im Projekt durchlaufen kleine Schülergruppen fünf verschiedene Stationen; es gibt eine „Talkshow“, eine Station „Images“, in der man sich gemeinsam mit einer Fachkraft mit den Botschaften von Werbung beschäftigt, es geht um Tabakkonsum und insbesondere auch um den oft verharmlosten Alkoholkonsum, hier um den Alkoholgehalt von Schnaps und Mischgetränken sowie deren gesundheitliche und rechtliche Auswirkungen. Mit einer Simulationsbrille können die Jugendlichen zudem austesten, wie es ist, wenn man Alkohol im Blut hat; man kann noch nicht einmal mehr auf einer Linie geradeaus gehen. Auch das Greifen von Gegenständen wird wegen der eingeschränkten Sicht nahezu unmöglich. Eine Umfrage, die zu Beginn und am Ende der Alkoholstation gemacht wird, zeigt, dass sich durch diese Erkenntnisse die Einstellung zum Alkoholkonsum verändert. Wie lange dies dem Drängen der Freunde und Verwandten standhält und der oder die „Fortgebildete“ dem Druck der Umgebung standhalten kann, steht auf einem anderen Blatt. Aber scheinbar, so die neuen Erkenntnisse, zeigt es ja auch eine Langzeitwirkung. Die Jugendlichen werden auf jeden Fall skeptischer, ob Alkohol wirklich so positiv ist, wie es die Werbung den Zuschauern deutlich zu machen versucht.
Projektleiterin Gabriele Wolters (langjährige Schulsozialpädagogin an der KGS), die jetzt im siebten Jahr für das Projekt verantwortlich ist, ist sich ebenfalls sicher, dass diese Präventionsmaßnahme Wirkung zeigt. Unterstützt wurde sie in diesem Jahr in bewährter Weise von ihrem Kollegen Christian Biringer, von Katja Moheit und Tanja Schallhorn von der Pestalozzi-Stiftung und den Lehrkräften Dörthe Frech, Patrycja Gutsche-Pfaff, Telse Kröncke, Ina Lamster, Claudia Ludszuweit, Kathrin Remmers, Stefania Russo, Tabea Schober, Karla Schulz, Ole Semrau, Sebastian Weber, Christina Wessels und Stefan Zepter. Wie in jedem Jahr hielten Schüler aus der Schülervertretung zum Schluss des Parcours leckere alkoholfreie Cocktails bereit, die bei den Teilnehmern sehr gut ankamen. Weitere Informationen finden Interessierte auch unter www.klarsicht.bzga.de