„KlarSicht“ – zum sechsten Mal an der KGS

Tanja Schellhorn von der Pestalozzi-Stiftung und Christian Biringer (im Hintergrund) mit engagierten Jugendlichen.
 
Anja Vöttiner diskutiert mit den Jugendlichen.

Präventionsmodell der BZgA hat sich für die siebten Klassen bewährt

Schwarmstedt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickelt Konzepte zu verschiedenen gesundheitlichen Gefährdungen, finanziert Forschungsprojekte und stellt Interessierten Broschüren und Anschauungsmaterialien zur Verfügung. Aus dem vielfältigen Angebot ist das Programm „KlarSicht“, bei dem es um Alkohol- und Tabakkonsum geht, an der Schwarmstedter Wilhelm-Röpke-Schule seit sechs Jahren in jeweils zwei Schulstunden Präventionsbaustein für die siebten Klassen.
Es gilt in kleinen Gruppen einen Parcours mit fünf Stationen zu durchlaufen. So gibt es eine „Talkshow“, in der die Jugendlichen zu einem selbst entwickelten Problem gemeinsam eine Lösung suchen. In der Station „Images“ setzen sich die Jugendlichen unter Anleitung einer Fachkraft mit den Botschaften von Werbung auseinander und bei der Station „Tabak – nichts vernebeln“ erkennen sie durch anschauliche „Bodenbilder“, wie viele Schachteln Zigaretten zusammenkommen und wie viel Geld es kostet, wenn man täglich eine Schachtel raucht. Alkohol steht im Mittelpunkt bei „Alles im blauen Bereich“, in dem es um den Alkoholgehalt von Schnaps und Mischgetränken sowie deren gesundheitliche und rechtliche Auswirkungen geht, und beim „Drunk-Buster“, bei dem die Jugendlichen mit einer Simmulationsbrille, die das Blickfeld so verändert als wenn man Alkohol im Blut hat, auf einer Linie gehen müssen, über ein kleines Hindernis steigen oder Münzen in einen kleinen Becher legen müssen. Gerade bei dieser Station, bei der die anderen Gruppenmitglieder zuschauen und ihren Spaß haben, weil der Proband torkelt und sich ziemlich vergeblich bemüht, die gestellten Aufgaben zu erfüllen, zeigt sich, dass das Projekt wirkt. Eine kleine Umfrage, die zu Beginn und am Ende der Alkoholstation gemacht wird, ergibt eine Veränderung. Während vor den Aktionen noch eine große Mehrheit der Schüler der Meinung ist, dass Alkoholkonsum unter 16 Jahren in Ordnung ist, ergibt die Umfrage nach dem Durchlauf ein anderes Bild. Die Jugendlichen sind skeptisch, ob alles so positiv ist, wie es ihnen vorher erschien.
Auch die Projektleiterin Gabriele Wolters (langjährige Schulsozialpädagogin an der KGS) ist davon überzeugt, dass diese Präventionsmaßnahme Wirkung zeigt; sie hat eine entsprechende Fortbildung gemacht und ist seit nunmehr sechs Jahren federführend für das Projekt verantwortlich. Unterstützt wurde sie in diesem Jahr von ihrem Kollegen Christian Biringer und in der Vorplanung zum letzten Mal von der Didaktischen Leiterin der Schule, Hanna Knoop. Außerdem halfen ihr Katja Moheit und Tanja Schallhorn von der Pestalozzi-Stiftung und die Lehrer Alexander Bock, Heidi Büttner, Dörthe Frech, Gabriele Karpp-Homeyer, Simona Jeske, Jenny Kempke, Claudia Macke, Tabea Schober, Karla Schulz, Anja Vöttiner, Sebastian Weber und Janine Wittenburg.
Abgerundet wurden die Erlebnisse während dieser sicher nachdenklich machenden beiden Schulstunden durch leckere alkoholfreie Cocktails, die Schüler aus höheren Klassen in der Schulküche gezaubert hatten. Ein Dankeschön für die Bezuschussung der Getränke geht an den Präventionsrat der Samtgemeinde Schwarmstedt, der die Schule bei Präventionsmaßnahmen immer wieder nachhaltig unterstützt. Weitere Informationen finden Interessierte auch unter www.klarsicht.bzga.de.