Klingbeil: „5G hat auch hier eine hohe Bedeutung“

Der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil beim Fachgespräch Breitbandausbau.

Bundestagsabgeordneter diskutiert beim Fachgespräch Breitbandausbau mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik aus dem Heidekreis und Landkreis Rotenburg

Heidekreis. Einmal im Jahr lädt der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil in seinem Wahlkreis zu einem Fachgespräch über den Breitbandausbau in der Region ein. „Es geht bei dem Gespräch darum, lokale Fragen zum Ausbau des schnellen Internets in unserer Region ganz konkret zu besprechen und zu klären“, erklärt Lars Klingbeil die Intention hinter dem Fachgespräch. Nachdem in den letzten Jahren knapp neun Millionen Euro Fördergelder aus Berlin für den Ausbau des schnellen Internets in die Region flossen, wollte Klingbeil nun über den aktuellen Stand diskutieren. Etwa 30 Gäste aus Politik und Wirtschaft aus dem Landkreis Rotenburg und dem Heidekreis tauschten sich darüber aus, wie der Breitbandausbau in den Landkreisen Heidekreis und Rotenburg vorankommen kann und welche Pläne es im Bereich 5G gibt.
Klingbeil selbst habe sich über die Äußerungen der Bildungsministerin Anja Karliczek Ende November 2018 „tierisch geärgert“, erzählte er und spielte damit auf die Meinung der CDU-Ministerin an, 5G sei nicht „an jeder Milchkanne“ nötig. „5G hat auch hier eine hohe Bedeutung“, sagte der 40-Jährige in seinem Eingangsstatement bei der Konferenz im Café NebenAn“ in Visselhövede. Für ihn sei die flächendeckende Ausstattung mit 5G im Mobilfunk „das nächste große Ziel“. Die Frage dabei sei aber, wie eine Förderung im ländlichen Raum möglich wird, ohne unzählige 5G-Funkmasten aufzustellen.
Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes, Tim Brauckmüller, sowie Peer Beyersdorff, Geschäftsführer des Breitband Kompetenz Zentrums Niedersachsen, war sich Klingbeil einig, dass Niedersachsen und auch ganz Deutschland einen großen Nachholbedarf bei der digitalen Infrastruktur haben. Oftmals seien bürokratische Hürden und auch fehlende Kapazitäten der Baubranche Gründe dafür – und weniger fehlendes Geld. Die Regierung will nämlich bis 2021 insgesamt zehn bis zwölf Milliarden Euro in den Breitbandausbau investieren, erläutert Klingbeil. Dies sei ein „großer Erfolg der SPD“ in den Koalitionsverhandlungen gewesen, machte Klingbeil deutlich, der für den Bereich während der Verhandlungen verantwortlich war. Den Heidekreis förderte der Bund mit neun Millionen Euro und der Bundestagsabgeordnete aus Munster betonte: „Digitale Entwicklung muss überall stattfinden. Der ländliche Raum darf dabei nicht hintenanstehen.“
Der 40-Jährige wies zudem darauf hin, dass Schulen, Gewerbegebiete und soziale Einrichtungen in dieser Legislaturperiode prioritär angeschlossen werden sollen. Auch weiterhin sei es sein Ziel, sich für mehr Fördergelder einzusetzen und dafür zu werben, sagte der 40-Jährige am Ende des Fachgesprächs.