Kostenlose Beratung und Hilfe ohne Anmeldung

Die Fachkräfte Inna Kolodin (von links) und Dorthe Giese vor Ort in Schwarmstedt zusammen mit Katja Moheit vom Familien- und Kinderservice, Pestalozzi Stiftung.

Pilotprojekt „Frühe Hilfen vor Ort“ startet in Schwarmstedt

Schwarmstedt. Das Modellprojekt „Frühe Hilfen vor Ort“ in der Verantwortung und Trägerschaft des Heidekreises bietet in Kooperation mit der Pestalozzi-Stiftung eine Beratung vor Ort für Schwangere, Mütter und Familien mit Kindern im Alter von null bis drei Jahren an, insbesondere auch für Familien mit Flucht- und Migrationshintergrund. Zu den Themen gehören: Schwangerschaft, Geburt, Stillen, Ernährung, Hygiene, Alltagsstruktur und Behördengänge. Bei Bedarf werden Familien auch zu Hause besucht. Die erste Sprechstunde ist am Donnerstag, 2. Mai, in den Räumlichkeiten der Pestalozzi-Stiftung in Schwarmstedt, Neustädter Straße 10. Inna Kolodin, Familienhebamme, und Dorthe Giese, Fachkinderkrankenschwester, bieten mittwochs in der Zeit von 9 bis 10.30 Uhr und donnerstags von 15 bis 16.30 Uhr eine offene Sprechstunde an. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Aufgrund der aktuellen Situation im Gesundheitswesen stehen Eltern vor immer größeren Problemen einen Kinderarzt sowie eine Nachsorgehebamme für das Wochenbett zu finden, insbesondere in ländlichen Strukturen. Für geflüchtete Frauen und Migrantinnen stellen Sprachbarrieren eine zusätzliche Hürde dar, sich in den vorhandenen Strukturen zurecht zu finden und Hilfsangebote wahrnehmen zu können. Durch den persönlichen Kontakt zu den Fachberaterinnen der „Frühen Hilfen vor Ort“ soll nach Vorstellung des Heidekreises diesen Frauen ein niedrigschwelliger Zugang zum Gesundheitssystem sowie zu den Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort ermöglicht werden. Hierfür ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Sozialraumpartner im Netzwerk der Samtgemeinde Schwarmstedt geplant. Die Kosten des Pilotprojektes werden vom Landkreis getragen.
Das Netzwerk der „Frühen Hilfen“ im Fachbereich Kinder, Jugend, Familie des Heidekreises beinhaltet neben dem Modellprojekt „Frühe Hilfen vor Ort“, auch den Einsatz von Familienhebammen und von Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen. Sie unterstützen die Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr dabei, Informationen, Beratung, passgenaue Unterstützungen im Alltag zu finden, mögliche Risiken für Familien in belastenden Lebenssituationen frühzeitig abzubauen und die Beziehungs- und Erziehungskompetenzen von (werdenden) Eltern zu fördern.