Kunstschule PINX mit neuem Leiter

Henrik Berthold, Marion Wischhoff (Mitte) und Hildegard Strutz sorgen für Kontinuität in der Kunstschule PINX. Foto: B. Stache
 
Henrik Berthold hat die Leitung der Kunstschule PINX übernommen. Foto: B. Stache

Kontinuität erfolgreicher Arbeit bleibt weiterhin bewahrt

Schwarmstedt (st). „Die Kunstschule hat ein sehr gutes Programm und blickt auf 22 erfolgreiche Jahre zurück. Das möchte ich fortführen“, erklärte Henrik Berthold, seit dem 1. August neuer Leiter der Kunstschule PINX. Gemeinsam mit der bisherigen Leiterin Marion Wischhoff und seiner Stellvertreterin Hildegard Strutz hatte er sich am Mittwochmorgen der Presse vorgestellt. „Mein Primärziel ist es, die Kunstschule so weiterzuführen, wie sie bisher gelaufen ist. Darüber hinausgehend habe ich einige Visionen, die aber nicht unbedingt etwas mit Veränderungen zu tun haben“, so der 33-Jährige. Berthold ist verheiratet, wohnt in Hannover, liest viel, ist gerne mit Menschen zusammen und besitzt eine Dauerkarte für Hannover 96. Er wurde am 13. November 1979 in Schönebeck an der Elbe in der Nähe von Magdeburg geboren. Nach dem Abitur 1998 ging er als Militärmusiker zur Bundeswehr. In dieser Zeit absolvierte er an der Robert Schuhmann Hochschule Düsseldorf den Studiengang „Künstlerische Instrumentalausbildung im Fach Klarinette“. Ab 2002 war er Klarinettist im Heeresmusikkorps 1 in Hannover und betätigte sich darüber hinaus als Musiklehrer für Klarinette. In den Jahren 2000 bis 2004 veranstaltete Berthold gemeinsam mit dem Magdeburger Künstler Sebastian Herzau einige Kunstprojekte, die Kunst und Alltagslyrik vereinen. Neben seiner Dienstzeit beim Heeresmusikkorps studierte er Kulturwissenschaften an der Fernuniversität Hagen – mit erfolgreichem Abschluss im Januar 2013. „Wichtige Impulse habe ich außerdem über die ehrenamtliche Betreuung und Begleitung internationaler Jugend- und Studentenbegegnungen mit erinnerungskultureller und friedenspädagogischer Ausrichtung erhalten“, erklärte der neue Kunstschulleiter, der sich auf die Aufgabe in Schwarmstedt freut. PINX wird jährlich von zirka 1000 Kindern besucht – aus der Samtgemeinde, aber auch aus dem Raum Neustadt, Walsrode, Nienburg, Rodewald und Steimbke. „Wir haben damals ganz klein angefangen und in den Schulen die Kurse gegeben - mit Büro im ehemaligen `Jeanshaus`. Nach einem Jahr sind wir hierher in den Mühlenweg umgezogen“, erinnert sich Marion Wischhoff. Sie hatte die Kunstschule PINX vor 22 Jahren gegründet. „Mein `Kind` ist groß, vielleicht erwachsen geworden, dass es jetzt auf eigenen Füßen steht. Das kann ich dann auch gut loslassen. Alles hat seine Zeit“, begründete Wischhoff ihren Schritt, die PINX-Leitung abzugeben und sich nun ganz dem Kunstverein Schwarmstedt zu widmen. Hildegard Strutz, seit 13 Jahren im Team der Kunstschule, erklärte als Stellvertreterin: „Ich werde versuchen, die Kontinuität des Leitungsteams zu wahren.“ Für den Kunstverein steht bereits das nächste große Vorhaben auf dem Plan: vom 1. bis 7. September wird im ehemaligen „Jeanshaus Weinsziehr“ in der Schwarmstedter Bahnhofstraße 2 die Ausstellung „Unsere Dozenten“ zu sehen sein. Täglich von 17 bis 19 Uhr werden die Dozenten der Kunstschule PINX dort ausstellen und ihr vielfältiges Können und ihre unterschiedlichen Kunstzitate zeigen.