Ministerpräsident besucht KGS Schwarmstedt

Ministerpräsident Stephan Weil findet großen Anklang bei den Schülerinnen und Schülern der KGS Schwarmstedt Wilhelm-Röpke-Schule. Foto: B. Stache
 
Ministerpräsident Stephan Weil (rechts) wird von Gesamtschuldirektor Tjark Ommen freundlich begrüßt. Foto: B. Stache

Stephan Weil lobt Schule, Schüler, Lehrer und wirbt für Europa

Schwarmstedt (st). „Das war ein hochinteressanter Besuch. Die KGS in Schwarmstedt ist wirklich führend in der beruflichen Orientierung“, erklärte ein sichtlich gut gelaunter Ministerpräsident Stephan Weil am Montagmorgen zum Abschluss seines Besuches an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Schwarmstedt Wilhelm-Röpke-Schule. Es gebe immer noch viel zu viele junge Menschen, die nicht genau wissen, wie es mit ihnen nach der Schule weitergehen soll, so der Ministerpräsident: „Das beste Rezept dagegen, das sind viele gute, zielgerichtete Angebote während der Schulzeit. Das kann man hier an der KGS beispielhaft sehen, und deswegen hat sich mein Besuch für mich sehr gelohnt.“ Für das Programm, das von Gesamtschuldirektor Tjark Ommen vorgestellt wurde, hatte sich der Besucher aus der Landeshauptstadt eineinhalb Stunden Zeit genommen. Aufmerksam verfolgte Weil die Vorträge der Schülerinnen und Schüler über den Namensgeber Wilhelm Röpke sowie die vielfältigen Aktivitäten zur Berufsfindung, unter anderem den Betriebeabend, das Bewerbungstraining sowie das Patenschaftsmodell. Gymnasialzweigleiter Timo Heiken erläuterte zudem die Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg im Projekt „Studieren probieren“. In die Diskussion brachte sich auch Prof. Dr. Kurt Czerwenka ein, Leiter der Sommerakademie und wissenschaftlicher Begleiter der KGS Schwarmstedt und KGS Schneverdingen. Der Ministerpräsident zeigte sich äußerst interessiert und stellte immer wieder Nachfragen. „Das war locker“, lobte Stephan Weil die Schüler für ihre Vorträge. Es folgte eine Videopräsentation von Mani Taghi-Khani, Leiter Hauptschulzweig der KGS Schneverdingen, der das Projekt „JOBwärts“ vorstellte. „Das Besondere an unserem Projekt: wir betreuen unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler auch noch im ersten Ausbildungsjahr“, erklärte er und sein Schulleiter Wolfgang Winter, verantwortlich für 1587 Schüler, ergänzte: „Damit erzielen wir Nachhaltigkeit.“ Zum Abschluss der Vorträge stellte der Ministerpräsident die Frage nach der Motivation, die ein Lehrerkollegium aufbringen muss, um ein solches Projekt so engagiert zum Erfolg zu führen, wie dies an den beiden Schulen offensichtlich der Fall sei: „Was muss geschehen, damit Schneverdingen und Schwarmstedt überall ist?“, formulierte er. Großen Eindruck machte der Besuch des Ministerpräsidenten auf Tjark Ommen: „Wir haben es als große Wertschätzung empfunden, dass der Ministerpräsident sich eineinhalb Stunden Zeit nahm und auch zu allen Schülerinnen und Schülern gesprochen hat. Das war sehr wichtig und hat mir sehr gut gefallen.“ Eine „kleine politische Bitte“ richtete Ommen für beide KGS an seinen Besucher: „Wir sind beides Kooperative Gesamtschulen und wünschen uns, dass nicht zwischen IGS und KGS unterschieden wird. Wir brauchen für die Zukunft einen Erlass, der beide Schulformen unter einem Dach zusammenfasst.“ Weil antwortete diplomatisch: „Ich werde die Kultusministerin fragen.“ Auf dem Pausenhof waren die KGS-ler versammelt um sich die Rede von Stephan Weil anzuhören. „Ihr seid eine starke Schule“, begrüßte er und forderte einen donnernden Applaus „für diese Schule und deren Lehrerinnen und Lehrer“. Unter Hinweis auf den Europatag rief Weil den Schülern zu: „Uns geht es dann gut, wenn es allen Menschen in Europa gut geht. Und dass wir uns alle Mühe geben, nicht nur gute Schwarmstedter zu sein und gute Niedersachsen und gute Deutsche, sondern dass wir auch alle miteinander gute Europäer sein wollen.“ Europa stand auch beim anschließenden Rundgang durch die Schule im Mittelpunkt. Weil ließ sich von Schülerinnen und Schülern die Ausstellung zu Europa-Themen erklären, darunter auch der Schüleraustausch mit der polnischen Partnerstadt Schwarmstedts, Miękinia. Zum Abschluss des Ministerpräsidentenbesuches, an dem auch viele politisch Verantwortliche aus dem Heidekreis teilnahmen, wurde ein Imbiss gereicht. Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs fasste den Besuch wie folgt zusammen: „Ich freue mich, dass Schwarmstedt zum Begriff für gute Schulbildung in Niedersachsen geworden ist. Ich denke, dass der Bekanntheitsgrad der KGS noch steigen wird und dass viele Menschen sehen, was hier geleistet wird. Viele beneiden uns um unsere KGS.“