Mit Konfliktsituationen im Einsatz besser umgehen

Praxisanleiter Christian Simon absolvierte mit dem Rettungsdienst-Nachwuchs der Johanniter aus drei Ortsverbänden das Aubildungsmodul „Kommunikation in Krisen“, das für die angehenden Notfallsanitäter in der Praxis wichtig werden könnte. Foto: D. Lawrenz 

Auszubildende aus drei Johanniter-Ortsverbänden lernen „Kommunikation in Krisen“

Schwarmstedt. Noch vor dem Lockdown im Dezember war das Johanniter-Zentrum in Schwarmstedt einmal mehr Schauplatz für die modulare Ausbildung der Auszubildenden Notfallsanitäter im Johanniter-Regionalverband Niedersachsen-Mitte. Sechs Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres aus den Ortsverbänden in Langenhagen, Wunstorf-Steinhuder Meer und Schwarmstedt lernten in acht Stunden zum Thema „Kommunikation in Krisen“ den Umgang mit Konfliktsituationen im Rahmen von Rettungsdiensteinsätzen. Im großen Ausbildungsraum konnten die geltenden Abstands- und Hygieneregeln natürlich gut eingehalten werden.
„Noch vor wenigen Jahren war dies kein Thema im Rahmen der Ausbildung. Doch heute gehören Konfliktsituationen im Einsatz, die sich von Misskommunikation und Distanzlosigkeit bis hin zu Gewalt gegen Rettungskräfte äußern, zum Alltag. Es ist wichtig, dass der richtige Umgang damit schon in der Ausbildung gelehrt wird“ unterstreicht Christian Simon, Praxisanleiter im Ortsverband Aller-Leine, die Bedeutung des Kommuikationsmoduls.
Zunächst standen die Grundlagen der psychischen Betreuung sowie der entsprechenden Gesprächsführung auf dem Stundenplan. Die erlernten Modelle der Kommunikation wurden im Anschluss in Form von Gruppenarbeiten und Rollenspielen angewendet. Sie dienten den Nachwuchsrettern vor allem zur praktischen Übung und Selbstreflexion des eigenen Handelns bei Konfliksituation mit Patienten oder Kollegen. Hier spielte die deeskalierende Kommunikation eine große Rolle, die nicht nur im dienstlichen sondern auch im privaten Bereich sinnvoll und nützlich sein kann.