Nein zum Bürgerentscheid

Gemeinsamer Appell: Geht zur Abstimmung und stimmt mit "Nein"  (Foto: Foto: Privat)

Bürgermeister und Altbürgermeister werben

Buchholz. In den letzten drei Jahrzehnten trugen sie an der Spitze der Gemeinde Buchholz die Verantwortung: Vier Bürgermeister, die sich für ihre Gemeinde engagiert haben. Sie wissen, welche langfristige Folgen wichtige Entscheidungen haben und wann grundlegende Weichenstellungen getroffen werden müssen. Noch nie sind sie gemeinsam aufgetreten. Doch der nun anstehende Bürgerentscheid über das Krankenhaus macht alles anders: "Er ist so enorm wichtig für unsere Zukunft, dass wir mit einem gemeinsamen Appell an die Bevölkerung herantreten. Es kommt jetzt auf jeden Buchholzer und Marklendorfer an. Geht zur Wahl und stimmt mit Nein, damit ein neues Krankenhaus möglich wird", appellieren der ehrenamtliche Bürgermeister Thomas Kliemann gemeinsam mit seinen Vorgängern im Amt Walter Haller, Björn Gehrs und Torsten Grünhagen an jeden Bewohner der Aller-Gemeinde.
Dass das Neubau-Votum des Kreistages durch einen
Bürgerentscheid „kassiert“ werden soll, ist zwar demokratisch legitim, es führt aber nur zu Stillstand, denn ein neues Krankenhaus wird bei Annahme des Bürgerentscheides verhindert", so Thomas Kliemann.
Deshalb rufen der Buchholzer Bürgermeister und seine Vorgänger dazu auf, am
18. April mit „Nein“ zu stimmen, damit die Planungen für den Klinikneubau in Bad
Fallingbostel weitergehen. „Der Standort Dorfmark ist tot und damit keine Alternative. Wer also mit Ja stimmt, gefährdet die Krankenhauslandschaft im Heidekreis, denn die beiden Standorte Soltau und Walsrode werden in Zukunft zu klein sein und deshalb wohl auch nicht
überleben, ergänzt Torsten Grünhagen. Alle Bürger sind aufgefordert sich an der Abstimmung zu beteiligen. Es handelt sich um eine grundsätzliche Entscheidung mit großer Tragweite. Deshalb sollten am 18. April die Bürger zur Wahl gehen und mit „Nein“ stimmen, schließt Walter Haller.