Neuer Feuerwehrstandort steht fest

Hier wird die Zufahrt des neuen Esseler Feuerwehrhauses auf die L 190 entstehen, zeigen Bernd Block (von links), Detlef Röhm, Christian Draeger und Björn Gehrs beim Pressetermin.Foto: A. Wiese
 
Gemeindebrandmeister Detlef Röhm, Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs und Bürgermeister Bernd Block vor dem Grundstück, auf dem das neue Feuerwehrhaus für Essel entstehen soll. Foto: A. Wiese

Esseler Wehr bekommt neues Domizil direkt an der L 190 vor Neubaugebiet

Essel (awi). Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs, Essels Bürgermeister Bernd Block, Gemeindebrandmeister Detlef Röhm und Ortsbrandmeister Christian Draeger haben am Mittwoch ein gut gehütetes Geheimnis gelüftet: Essel bekommt für 750.000 Euro ein neues Feuerwehrgerätehaus direkt an der Landesstraße 190 am Rande des geplanten Neubaugebietes am Ortseingang aus Richtung der Bundesstraße 214.
Baubeginn soll 2022 sein. Aktuell hat die Samtgemeinde Schwarmstedt gerade die Änderung des Flächennutzungsplans beantragt, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Mit dem Neubau will die Samtgemeinde die öffentliche Sicherheit und den Brandschutz garantieren, aktuelle technische und materielle Anforderungen an einen Feuerwehrstandort berücksichtigen und die vorhandenen Erschließungsanlagen nutzen. Was nach dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses auf dem 5.000 Quadratmeter großen Grundstück an der L 190 mit dem alten Feuerwehrhaus an der Langen Straße passiert, dazu wollte Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs sich jetzt noch nicht im Detail äußern. Er schließt jedoch eine Umnutzung zu Wohnzwecken nicht aus. Kameraden der heutigen Altersabteilung hätten in den sechziger Jahren die ehemalige Tankstelle mit Werkstatt in Eigenleistung zum Feuerwehrgerätehaus umgebaut, berichtete Ortsbrandmeister Christian Draeger. Den aktuellen Erfordernissen entspreche das Haus jedoch schon lange nicht mehr und sei für die 47 Aktiven, zehn Jugend- und 15 Kinderfeuerwehrmitglieder viel zu beengt. Da die Löschfahrzeuge immer größer geworden seien, passe das aktuelle Fahrzeug nur noch ganz knapp in die Fahrzeugbox und müsse immer herausgefahren werden, damit die Feuerwehrkameraden an ihre Spinde kommen und sich umkleiden können. Nur 25 der 47 Aktiven haben überhaupt einen Spind im Feuerwehrhaus, die anderen nehmen die Einsatzkleidung mit nach Hause, was schon wegen möglicher Kontaminierung nicht optimal ist. Das alte Haus hat Bestandsschutz, doch beim Neubau werden alle modernen Anforderungen von der Absauganlage, bis zu getrennten Umkleide- und Sanitäranlagen für Männer und Frauen und einer vorgeschriebenen Laufrichtung auf dem Gelände inklusive Parkplatz berücksichtigt. Für alle Feuerwehrgruppen wird es dann auch genügend Aufenthalts- und Unterrichtsräume geben, betonte Gemeindebrandmeister Detlef Röhm.
Ganz wichtig für den neuen Standort des Feuerwehrgerätehauses ist die Erschließung: Es erfolgt eine Anbindung an das im Norden vorhandene Baugebiet Rottloses Feld, weiter an die L 190 Hannoversche Straße. Die bestehende Einmündung in die Landesstraße verfügt über eien Linksabbiegerspur mit großzügiger Aufstellfläche. Im Bereich der Landesstraße wird es eine Ausfahrt geben, die ausschließlich als Alarmausfahrt genutzt werden darf. Details zu der Ausführung werden im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung getroffen. Für die Linksabbiegerspur wird ein Verkehrsgutachten erstellt. Der zu erwartende ruhende Verkehr kann auf dem zukünftigen Grundstück der Feuerwehr untergebracht werden. Der Geltungsbereich der Flächennutzungsplanänderung umfasst etwa 0,7 Hektar Fläche im südlichen Bereich von Essel, im südlichen Anschluss an die vorhandene Bebauung im Rottlosen Feld. In Richtung Norden befindet sich die Wohnbebauung von Essel. Im Ostern verlaufen Schutzgebiete und in Richtung Süden und Westen setzen sich Ackerflächen fort. Weiter südlich verläuft die B 214. Zum Einsatzgebiet der Esseler Wehr gehören große Waldgebiete, Engehausen und Stillenhöfen. 50 Prozent der Einsätze seien auf der anderen Seite der Aller, so Ortsbrandmeister Christian Draeger.