Neujahrs-Benefizkonzert in Lindwedel

Afrikanische Trommelklänge im Lindwedeler Gemeindezentrum. Foto: C. Rodemann

Mario Buletta führte humorvoll durchs Programm

LINDWEDEL. Am Freitag, den 11. Januar, fand im Gemeindezentrum Lindwedel wieder ein Neujahrskonzert statt. Die Trommelgruppe des Kirchenkreises Trokiwa, das Vocalensemble AckerPella und die Solo-Künstler Joanna Wolter (Gesang) und Manuel Berger (Klavier und Gitarre) gestalteten einen fröhlich, ausgelassenen Abend, bei dem zum Abschluss bei afrikanischen Trommelklängen sogar ausgelassen getanzt wurde. Das hatte das ehrwürdige Gemeindezentrum noch nicht erlebt! Mario Buletta, der gewohnt humorvoll durch das Programm führte, sprach schon vor Ende der Veranstaltung von einem „Heimspiel“ der Trommelgruppe in Lindwedel, aber diese ausgelassene Gesellschaft hatte wohl auch er nicht kommen sehen. Joanna Wolter präsentierte Lieder von Bruno Mars begleitet von Manuel Berger auf der Gitarre. Dass beim ersten Lied das Mikrofon nicht funktionierte, tat dem stimmgewaltigen Auftritt der jungen Künstlerin keinen Abbruch - im Gegenteil, beim zweiten Teil ihrer Darbietung musste die Lautsprecheranlage sich Joanas Stimme geschlagen geben. Manuel Berger stellte eigene Kompositionen am Klavier vor, die mit ihrem gefühlvollen Ausdruck das Publikum in ihren Bann zogen. Ein echtes Heimspiel hatte das Vocalensemble AckerPella, das unter der Leitung von Margarete Jobmann einen Querschnitt seines umfassenden Repertoires zum Besten gab. Ob melancholische Ballade aus dem hohen Norden, Bodenständiges von Herbert Grönemeyer oder ein französisches Trinklied, die Sängerinnen und Sänger nahmen an diesem Abend jeden mit auf die Reise.
Die am Abend eingesammelten Spenden sollen diesmal der Seniorenarbeit in Lindwedel zugute kommen. „Auf der Agenda, die Aufgrund des Dorfwettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ im letzten Jahr entstand, steht die Gründung einer Seniorengenossenschaft noch ganz oben!“, erläuterte Catherina Pradel im Gespräch mit Mario Buletta. „Wir möchten mit der Seniorengenossenschaft den älteren Einwohnern die Möglichkeit geben, so lange es geht in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben und die Lücken füllen, die Pflege- und soziale Dienste nicht leisten können, wie z. B. Einkaufen, Besuchsdienst oder auch kleine handwerkliche Hilfen wie Rasen mähen, Schnee schieben oder ähnliches. Derzeit gibt es bereits das „Offene Frühstück“ und in den Wintermonaten Oktober bis März einen „Eintopftag für Senioren“, so Pradel. Am Ende des Abends konnte sich Frau Pradel über die Sammlung von 342, 85 € freuen.