„Nicht mit Mutti“ - zweimal Radikalkur

Ludger lernt durch Heidi ein völlig neues Leben kennen. Foto: A. Zihli

Premiere bei der Theatergruppe Lindwedel Lampenfieber

Lindwedel (az). Alles ist perfekt organisiert. Lisbeth muss zur Kur und möchte ihren 30-jährigen Sohn, Einzelkind und ohne Vater aufgewachsen, auf gar keinen Fall unbeaufsichtigt allein lassen. Zu groß scheinen die Versuchungen zu sein, die ihr Sohn ausgesetzt sein könnte. Und so bittet sie ihre Schwester Thekla und die Nachbarin Janette regelmäßig nach Ludger zu schauen und sich um ihn zu kümmern. Ludger möchte allerdings seiner Mutter unbedingt beweisen, dass er auch allein zurecht kommt. Aber kaum ist die Mutter nach einem tränenreichen Abschied abgereist nimmt das Unheil seinen Lauf. Eine junge Psychologie-Studentin namens Heidi taucht in Ludgers Leben auf und wirbelt es nach allen Regeln der Kunst durcheinander. Trotz aller Warnungen seiner Mutter nimmt Ludger diese Frau bei sich auf und hat genug damit zu tun, das geheim zu halten. Natürlich wird die Freundschaft zwischen Ludger und Heidi immer enger und das verwöhnte Muttersöhnchen lässt sich auch ins aufregende Nachtleben entführen. Und völlig unpassend taucht Ludgers Mutter während einer Party und eine Woche zu früh wieder zu Hause auf...
Das neue Theaterstück der Gruppe Lampenfieber aus Lindwedel feierte am vergangenen Wochenende Premiere und kam gewohnt turbulent und unterhaltsam beim Publikum an. Das kleine Ensemble von sechs Schauspielern hatte seit dem Sommer die Komödie einstudiert und das Stück kam gut beim Publikum an. Lisbeth alias Gisela Grimmelt spielt dabei perfekt die über besorgte Mutter und Ludger alias Michael Strobach versucht alles, sich seiner Mutter zu entziehen. Die resolute Heidi alias Daniela Minke greift als letztes Mittel auf Psycho-Tests zurück, um Ludger endlich aus der Reserve zu locken. Schwester Thekla alias Elke Kitzelmann und Nachbarin Janette alias Kerstin Krull verstehen nicht immer, was eigentlich vor sich geht, glauben aber bis zum Schluss, dass Ludger den Pfad der Tugend nicht verlassen hat. Als Mutter Lisbeth dann frühzeitig wieder auftaucht hat auch sie eine echte Überraschung mitgebracht – Dieter alias Henning Binaschek. Und plötzlich ist alles anders.
Wer jetzt Lust auf die turbulente Komödie bekommen hat, kann am 11. Februar um 18 Uhr und am 12. Februar um 15 Uhr noch die Aufführungen in der Sporthalle in Lindwedel sehen.