Öffentliche Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehr Schwarmstedt

Am meisten Interesse erweckte im Verlauf des Einsatzes erwartungsgemäß das aufbocken und teilweise Zerlegen des Fahrzeuges mit Hilfe der hydraulischen Rettungsgeräte Schere, Spreizer und Rettungszylinder.
Schwarmstedt. Die Feuerwehr muss üben, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Diese Übungen finden normalerweise in beziehungsweise auf besonderen Übungsplätzen und -objekten sowie unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, nicht so in Schwarmstedt. Denn erstmalig seit ihrer Grünung im Jahre 1910 hatte die Freiwillige Feuerwehr Schwarmstedt im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit die Schwarmstedter Bevölkerung dazu eingeladen, einer Einsatzübung beizuwohnen. Dass dieser neue Weg der Öffentlichkeitsarbeit auch auf einige Gegenliebe stieß, zeigte sich bereits schon zu Anfang der Schauübung. Denn schon frühzeitig standen zahlreiche Kinder, aber auch viele Erwachsene dicht gedrängt an den notwenigen Absperrvorrichtungen, als am Samstagnachmittag, 19. November, das erste Schwarmstedter Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Sirenengeheul um die Ecke kam. Angelockt durch den Lärm schwoll die Zuschauermenge in der folgenden Viertelstunde dann sogar noch massiv an.
In zwei Einsatzszenarien zeigte die „alarmierten“ Einsatzkräfte, wie sie sich auf den Ernstfall vorbereiten beziehungsweise diesen abarbeiten. Im ersten Szenario galt es einen Küchenbrand zu bekämpfen und eine noch im Gebäude befindliche vermisste ausfindig zu machen und zu retten. Hierzu wurde unter anderem eine Wasserversorgung hergestellt, die Einsatzstelle abgesichert und später ein Drucklüfter in Stellung gebracht. Interessanter waren für die Zuschauer aber sicherlich die unter Atemschutz ins, durch eine Nebelmaschine stark verqualmte, Gebäude vorgehenden Trupps. Doch auch die Wärmebildkamera, mit der man auch im dichten Brandrauch die kleinsten Wärmequellen ausmachen und vermisste Personen schnell auffinden kann, machte Eindruck.
Im zweiten Einsatzszenario, welches nach einer rund fünfminütigen Pause folgte, wurde der Schauplatz von den alarmierten Kräften, welche sich zwischenzeitlich wieder auf dem Parkplatz der KGS Schwarmstedt gesammelt hatten, erneut, aber in einer einsatzbedingt anderen Fahrzeugreihenfolge, angefahren. Nun war ein Pkw mit einem Fahrradfahrer kollidiert. Fahrzeugführer und Radfahrer waren hierbei unter beziehungsweise im Unfallfahrzeug eingeklemmt worden. Am meisten Interesse erweckte im Verlauf des Einsatzes erwartungsgemäß das aufbocken und teilweise Zerlegen des Fahrzeuges mit Hilfe der hydraulischen Rettungsgeräte Schere, Spreizer und Rettungszylinder.
Für eine fachkundige Kommentierung der Schauübung insgesamt sorgte Zugführer Rainer Grenzdörfer, der den Zuschauern das Geschehen vor, während und nach dem Schaueinsatz fundiert aufzeigte. Als „verletzte“ Personen halfen die Schwarmstedter Jugendfeuerwehrmitglieder Sarah-Joy Lübke und Felix Klimmek aus. Nach der eigentlichen Übung standen natürlich auch die Schwarmstedter Feuerwehrkameradinnen und -kameraden den Zuschauern im Bedarfsfall Rede und Antwort, ehe sie wieder ins Feuerwehrhaus einrückten. „Insgesamt eine gelungene Prämierenübung – sie hat ihr Ziel und den Zweck zu hundert Prozent erfüllt“, so  das abschließende Tagesfazit  aller Beteiligten. Der Dank der Feuerwehr Schwarmstedt gilt selbstverständlich allen Unterstützern und Zuschauern, welche diese Schauübung erst ermöglichten beziehungsweise sie zu einem vollen Erfolg werden ließen.