Post gibt sich gesprächsbereit

Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs (von links) hat Stephan Siekmann und Hans-Christian Mennenga von der Deutschen Post zum Dialog in den Uhle-Hof eingeladen. Foto: B. Stache
 
Das NDR-Fernsehen ist im Uhle-Hof beim Thema „Post“ dabei. Foto: B. Stache

Björn Gehrs organisiert öffentlichen Informationsaustausch mit Verantwortlichen

Schwarmstedt (st). Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs hat wieder einmal Durchhaltevermögen gezeigt. Nachdem das Thema „Unzuverlässige Postzustellung“ in der Samtgemeinde Bürger und Unternehmen seit Monaten beschäftigte und eine erste, öffentliche Informationsveranstaltung Ende Juli ohne Post-Verantwortliche stattfand, konnte Björn Gehrs am Mittwochabend gleich zwei Repräsentanten der Deutschen Post zum Dialog im Uhle-Hof begrüßen. Stephan Siekmann, regionaler Politikbeauftragter, und Hans-Christian Mennenga, Leiter der Pressestelle Nord, standen Björn Gehrs sowie zirka 50 Bürgern Rede und Antwort. Das NDR-Fernsehen – Hallo Niedersachsen – war mit einem Kamerateam dabei. „Offensichtlich bewegt das Thema Post viele Bürgerinnen und Bürger weiterhin in der Samtgemeinde Schwarmstedt“, stellte Björn Gehrs zu Beginn fest. Er freue sich, dass die Deutsche Post das erneute Angebot zum vertrauensvollen Dialog angenommen habe. „Seit August 2018 gibt es immer wieder Beschwerden über die Postzustellung in der Samtgemeinde Schwarmstedt. Wir wollen, dass sich etwas ändert, dass sich die Dinge nachhaltig ändern“, erklärte er. Die Postzustellung solle wieder verlässlich werden „Wir sehen uns auch als Partner der Post und hoffen, dass wir heute auf unsere Fragen Antworten erhalten“, führte der Samtgemeindebürgermeister in die Gesprächsrunde ein. Post-Politikbeauftragter Stephan Siekmann nutzte die Gelegenheit, in großer Sachlichkeit einen Überblick über seine Tätigkeit sowie die organisatorische und personelle Entwicklung und Situation der Deutschen Post im Raum Schwarmstedt zu geben. Die Zusteller machten einen guten Job, stellte er anerkennend fest. Krankheitsbedingte Ausfälle und ein hohes Aufkommen an Postsendungen hätten in der Vergangenheit zu Problemen bei der Zustellung geführt. „Den Ärger, der dahintersteckt, können wir durchaus nachvollziehen“, erklärte Stephan Siekmann verständnisvoll. Er habe mit den politisch Verantwortlichen Kontakt aufgenommen und über die jeweilige Situation informiert. Durch den Einsatz zusätzlicher Mitarbeiter und weiterer Maßnahmen habe die Post reagiert, erklärte Stephan Siekmann. Mit Blick auf die Verkehrsspitzenzeit zu Weihnachten habe die Post „Fahrt aufgenommen.“ Es gab Neueinstellung und mit einer Personalstärke von jetzt 22 Mitarbeitern für den Bereich Schwarmstedt sei die Post auch für die kommende „Weihnachtsspitze“ gut gerüstet. Stephan Siekmann lieferte auch einige Zahlen. Von 57 Millionen Briefsendungen müssen 80 Prozent am kommenden Tag zugestellt sein, dies sei eine politische Forderung. Die Deutsche Post stelle bei den 80-Cent-Briefen sogar 93 Prozent am folgenden Werktag zu, machte der regionale Politikbeauftragte deutlich. „Ich kann absolut bestätigen, dass es besser läuft seit der letzten Veranstaltung“, erklärte Björn Gehrs zur aktuellen Postzustellung in der Samtgemeinde. Im anschließenden Dialog trugen einige Bürger ihre Probleme mit der Deutschen Post vor. Berichtet wurde von Briefen, die statt im eigenen Briefkasten bei den Nachbarn landeten, zu spät zugestellten Briefen und fehlerhaften Abläufen bei Einschreiben mit Rückschein. Ein Teilnehmer zeigte einen Brief mit Eintrittskarten, der ihn verspätet erreichte – die Veranstaltung konnte er nicht mehr besuchen, sie hatte bereits stattgefunden. Stephan Siekmann und Hans-Christian Mennenga versprachen, sich um konkrete Vorfälle zu kümmern und notierten nach Abschluss der Informationsveranstaltung im Uhle-Hof Namen und Anschrift der betroffenen Post-Kunden. Ein weiteres Thema waren die Packstationen der Deutschen Post, die zur Aufbewahrung von Paketen und Abholung durch die Empfänger dienen. 3700 Exemplare gebe es bereits, 1000 zusätzliche kämen neu hinzu, hieß es. Schwarmstedt sei noch nicht dabei. Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Björn Gehrs den beiden Post-Repräsentanten folgende Frage: „Wenn wir im kommenden Jahr an die Postzustellung in Schwarmstedt denken, dann...“. Stephan Siekmanns Antwort lautete: „Wir sehen einer positiven Zukunft entgegen.“ Das habe er bei seinen vorherigen Ausführungen deutlich gemacht. Pressesprecher Hans-Christian Mennenga setzte den Satz wie folgt fort: „Dann sitzen wir nicht zusammen, sondern sitzen jetzt um diese Uhrzeit zu Hause und gucken hoffentlich NDR-Fernsehen, weil es überhaupt nichts an der Post zu bemängeln gibt.“ Dann sei Schwarmstedt wie einer von vielen Orten in Deutschland, in denen die Postzustellung ganz normal laufe.