Rat hält mit Kritik nicht hinterm Berg

Der Bund will bei der Neubewertung die Aller als „sonstige Wasserstraße“ in die unterste Kategorie der Einstufung einreihen.

Herabstufung der Aller: „Als kommunale Partner nicht wahrgenommen"

Schwarmstedt (awi). Die Herabstufung der Aller zur „sonstigen Wasserstraße" bewegt nach wie vor die Gemüter. Am Dienstag hat der Rat der Samtgemeinde Schwarmstedt einstimmig folgende Resolution beschlossen, die jetzt an die Entscheidungsträger weitergeleitet wird. „Bereits im Jahr 2011 haben die betroffenen Kommunen im Aller-Leine-Tal auf die Folgen einer möglichen Herabstufung der Aller hingewiesen und Bedenken insbesondere im Hinblick auf die Auswirkung für den Tourismus geltend gemacht. Dies erfolgte durch eine gemeinsame Resolution der Leader-Region Kooperationsraum Aller-Leine-Tal, die am 28.6.2011 dem zuständigen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sowie den Bundestagsabgeordneten aus den Landkreisen Heidekreis, Celle und Verden zur Verfügung gestellt wurden. Zwischenzeitlich ist Veröffentlichungen zu entnehmen, dass eine Herabstufung der Aller zur „sonstigen Wasserstraße“ beabsichtigt ist. Eine direkte Beteiligung der betroffenen Kommunen im Aller-Leine-Tal ist von Seiten des Bundes hierzu nicht erfolgt. Da die nun vorgesehene Neubewertung als „sonstige Wasserstraße“ die unterste Kategorie der Einstufung darstellt, ist nicht erkennbar, wie die berechtigten Interessen der betroffenen Kommunen berücksichtigt werden sollen. Als betroffene Kommune fordern wir vom Bund kurzfristig eine umfassende Information über die beabsichtigten Maßnahmen und Aufklärung darüber, welche Auswirkungen die geplanten Maßnahmen für die Aller haben werden. Als Anlieger der Aller sind für uns die Auswirkungen der geplanten Maßnahmen von großer Bedeutung. Diese sind zum Beispiel Auswirkungen auf den Hochwasserschutz, den Grundwasserspiegel, auf Landwirtschaft, Umwelt und Natur“ und auf den Tourismus. Aktuell sehen wir uns in dem Entscheidungsprozess als kommunale Partner nicht wahrgenommen und fordern vom Bund eine zeitnahe umfassende Information und Beteiligung in allen für uns relevanten Belangen.“