Riesiges Interesse an Glasfaser

Für Glasfaser bis ins Haus: htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann (links) und Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs.

Hausanschluss möglich – Bürger müssen jetzt entscheiden

Lindwedel. Das Thema Glasfaser und schnelles Internet bewegt die Lindwedeler. Mit solch einer Resonanz hatten die Organisatoren aber nicht gerechnet. Die Lindwedeler stürmten förmlich die Sporthalle, in der am Dienstag das Projekt für den Ausbau mit Glasfaser vorgestellt wurde. Immer wieder mussten Stühle in die Halle getragen werden, doch
am Ende reichten die Sitzplätze nicht für jeden: Es waren geschätzt dreihundert Lindwedeler gekommen, um sich aus erster Hand zu informieren. Björn Gehrs, der sich bereits seit zehn Jahren mit seiner DSL- jetzt Glasfaser-Initiative für schnelles Internet in der Samtgemeinde engagiert, erläuterte gleich zu Beginn die große Bedeutung. Schon
jetzt stößt das vorhandene Netz an seine Grenzen. Gerade in Lindwedel fehlen neue Anschlüsse, so dass heute einige Bürger beim schnellen Internet leer ausgehen. Für viele reicht zwar jetzt noch das derzeitige Angebot, aber um die Anwendungen der Zukunft zu nutzen sind höhere Bandbreiten erforderlich. Lindwedel ist Modell, denn es ist der
erste Ort in der Samtgemeinde, der ein flächendeckendes Glasfasernetz erhalten kann - und dies ohne Kosten für die Kommune und dem Steuerzahler, freut sich der Samtgemeindebürgermeister. Hierauf hatte Gehrs seit Jahren hingearbeitet und zahlreiche Verhandlungen mit verschiedenen Unternehmen geführt. Nach Lindwedel sollen weitere Orte in der Samtgemeinde folgen, denn es liegt eine umfassende Ausbauzusage
vor. htp Geschäftsführer Thomas Heitmann erläuterte ausführlich die Vorteile der neuen Technologie und die Vorgehensweise. Speziell für Lindwedel bietet htp erstmals den Ausbau für einen ganzen Ort an. Und dies zu überaus interessanten Konditionen: Ein kostenloser Hausanschluss mit Glasfaser bis ins Haus ist möglich und der Regelfall. Nur in Ausnahmefällen, etwa wenn auf dem eigenen Grundstück mehr als zwanzig Meter verlegt werden müssen oder bei erstmaliger Erschließung in Neubaugebieten, wird ein Beitrag fällig. Allerdings müssen sich die Lindwedeler jetzt entscheiden, denn das Angebot gilt
nur bis Ende Januar. Auch auf die die monatlichen Gebühren ging der htp Chef ausführlich ein. So kostet der Standardanschluss 39,95 Euro und beinhaltet den Download mit schnellen 100 MBit/s. Auch der Upload ist mit bis zu 100 MBit/s wesentlich schneller als vom bisherigen DSL gewohnt. Ebenso enthalten ist eine Rufnummer und eine Flatrate in das deutsche Festnetz. Mit Glasfaser wird eine zukunftsweisende Technologie eingesetzt, die stabile Bandbreiten ermöglicht. Bereits beim ersten Ausbau der Kabelverzweiger hat htp Glasfaser eingesetzt und in Lindwedel verbaut und damit die Grundvoraussetzungen für das neue Netz geschaffen. Auch Bürgermeister Artur Minke appellierte an "seine" Lindwedeler diese Chance zu nutzen und sich nicht entgehen zu lassen: Nur wenn 370 Haushalte in Lindwedel jetzt einen Glasfaservertrag schließen, kommt es zum Ausbau zu diesen überaus günstigen Konditionen. Wichtig ist aber jetzt nach der Infoveranstaltung aktiv zu werden, denn eine bloße Interessensbekundung reicht im Gegensatz zu früher nicht aus. Interessenten können sich an die htp Partner vor Ort unter der Telefonnummer (0 50 71) 8 00 02 76 wenden und einen individuellen Beratungstermin vereinbaren. Informationen gibt es auch in Schwarmstedt beim htp Partner Kretschmann, Wiesenweg 1, oder beim Telefonservice Center Georg Jäger, Bissendorfer Straße 8 in
Mellendorf. Weitere ausführliche Informationen sind auch im Internet unter www.Glasfaser-Initiative-Schwarmstedt.de abrufbar. htp veranstaltet zudem am 1. Dezember von 12 bis 16 Uhr einen Beratertag im Hotel Balland. Auch die Lindwedeler Vereine hoffen darauf vom
Ausbau zu profitieren. htp zahlt bei Angabe des Vereinscodes VWK1810394 50 Euro an die Lindwedeler Vereine. "Wir bitten alle, die mitmachen, diesen Vereinscode bei Vertragsabschluss amzugeben. Wir haben mit dem Geld viel für die Dorfgemeinschaft vor", erläuterte der Vorsitzende des Heimatvereins Henrik Bartels in seinem Statement auf
der Infoveranstaltung. Alle Vereine haben sich daher nun auf diesen einheitlichen Vereinscode für Lindwedel geeinigt. Auch in der Samtgemeinde schauen viele gespannt auf die Lindwedeler, denn wenn das Projekt hier erfolgreich abgeschlossen wird, kann es mit dem Ausbau des schnellen Internets auch an anderer Stelle vorangehen.