Samtgemeinde SPD fordert verlässliche Ganztagsbetreuung in Lindwedel

Lindwedel. „Eine Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder muss den Familien aller Gemeinden in der Samtgemeinde gleichermaßen zugänglich sein“, so Fraktionssprecher der SPD, Jürgen Hildebrandt. Es könne nicht angehen, dass alle Eltern der Gemeinden Schwarmstedt, Essel, Buchholz und Gilten die Möglichkeit der Ganztagsbetreuung ihrer Schulkinder haben, während dieses Angebot in der Gemeinde Lindwedel nur einigen wenigen Eltern und Kindern zur Verfügung steht.
Da die Gesamtkonferenz der Grundschule Lindwedel bislang die Einrichtung einer Ganztagsbetreuung an ihrer Schule strikt abgelehnt hat, hat die Gemeinde Lindwedel einen Hort für 18 Kinder eingerichtet. Ein Hort ist qualitativ sehr wertvoll, allerdings auch deutlich teurer als eine Ganztagsbetreuung und kommt nicht allen Kindern zugute. „Aufgrund fehlender Plätze für alle Lindwedeler Kinder klafft hier eine Lücke“, so Jürgen Hildebrandt. Die SPD geht davon aus, dass in dem Dorf mehr Familien darauf warten, dass ihre Kinder auch nachmittags betreut werden.
Nun haben die Kosten des Horts die Gemeinde Lindwedel an die Grenze des Leistbaren geführt. Sie hat daher bei der Samtgemeinde einen Antrag auf Förderung ihrer Hortbetreuung gestellt. Auf der letzten Samtgemeinderatssitzung wurde darüber durch die Fraktionen hindurch kontrovers verhandelt und schließlich knapp entschieden, den Hort Lindwedel mit insgesamt 30.000 Euro in 2012 und 2013 zu fördern. Gleichzeitig betonten alle Fraktionen, dass jetzt die Gesamtkonferenz der Grundschule Lindwedel in der Pflicht ist und dass die Zuwendung einmal ist. Die Grundschule Lindwedel muss sich bewegen und bis zum Schuljahr 2013/14 eine verlässliche Ganztagsbetreuung einrichten. Die Vorlaufzeit dafür ist gegeben.
Jürgen Hildebrandt betont: „Wir setzen uns dafür ein, dass mit Hilfe der Eltern, der Gemeinde und weiteren Akteuren eine zuverlässige Betreuung für alle Kinder in der Gemeinde Lindwedel an der Grundschule eingerichtet wird, die dies benötigen. Wir hoffen insbesondere auch, dass das Land Niedersachsen, das eigentlich für die Finanzierung des schulischen Ganztagsbetriebs zuständig ist, seine Blockadehaltung aufgibt und endlich ein landesweites Ganztagsangebot einrichtet.“