Schulterschluss der Niedersachsen in der Metropolregion Hamburg

Ministerpräsident David McAllister mit den Landräten Kai-Uwe Bielefeld, Joachim Bordt, Dr. Heiko Blume, Manfred Nahrstedt, Manfred Ostermann, Jürgen Schulz und Michael Roesberg; es fehlt Landrat Hermann Luttmann.

Ministerpräsident David McAllister im Gespräch mit Landräten

Heidekreis. Am Mittwoch, 18. April, traf sich der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister zu einem Gespräch mit den niedersächsischen Landräten der Metropolregion Hamburg. Im Schloss Agathenburg bei Stade diskutierten die Landräte aus den niedersächsischen Landkreisen Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg (Wümme), Stade und Uelzen mit dem Ministerpräsidenten aktuelle Themen der Region.
Im vertrauensvollen Miteinander wurden zentrale Aspekte zur Weiterentwicklung der Landkreise in der Metropolregion Hamburg erörtert. Dabei standen auch diesmal wichtige Verkehrsfragen im Vordergrund. Notwendige Verbesserungen der Schienenstrecken für Personen- und Güterverkehr wurden thematisiert. „Bei der „Heidebahn“ (Buchholz i.d.N.-Soltau-Hannover) ist es wichtig, dass nach dem Nord- und Südabschnitt nunmehr auch der mittlere Abschnitt von Soltau nach Walsrode zügig ertüchtigt wird. Es ist mein Ziel, dass die gesamte Strecke mit 100 beziehungsweise 120 Stundenkilometern befahren werden kann und so ein attraktiver und schneller Fahrplan realisiert wird. In diesem Zusammenhang hoffe ich, dass die Deutsche Bahn die Strecke nicht – wie kürzlich angekündigt – erst im Dezember 2016 in Betrieb nimmt, sondern spätestens Ende 2015. So wie es der getroffene Planungsvertrag zwischen LNVG und Deutsche Bahn vorsieht“, machte der Ministerpräsident deutlich.
Ebenso standen die dringend zu bauenden Autobahnprojekte der A 20, A 26 und A 39 auf der Tagesordnung. Auch die anstehende Fahrrinnenanpassung der Elbe wurde intensiv beraten. In allen Fragen zeigte sich eine erfreuliche Übereinstimmung der Meinungen und der zu setzenden Prioritäten. Um die dafür erforderlichen Planungsprozesse über die Ländergrenzen hinweg zu beschleunigen, wollen sich die Niedersachsen für die Begleitung bedeutsamer Verkehrsprojekte durch die Gremien der Metropolregion stark machen.
Auch die künftige EU-Strukturförderung 2014 bis 2020 beschäftigte die Runde. Die niedersächsischen Landkreise des ehemaligen Regierungsbezirks Lüneburg können bereits heute von einer nachhaltigen Förderung von Projekten zur Stärkung der Wirtschaftskraft der Landkreise profitieren. Gemeinsam wollen die Landkreise und das Land Niedersachsen auch in den Folgejahren mit europäischen Fördergeldern die Region in guter Nachbarschaft zu Hamburg voran bringen.
Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg ist für alle Beteiligten der Gesprächsrunde die Grundvoraussetzung, über Kreis- und Ländergrenzen hinweg die Region für die Menschen weiterzuentwickeln. Die Arbeit an sinnvollen Projekten und konkreten Maßnahmen soll auch zukünftig bei der gemeinsamen Arbeit im Vordergrund stehen, um Entscheidungen nah an den Menschen zu treffen.