„Seniorenprojekt Mönkeberg“ kommt voran

Architekt Wolfgang Heuer-Wischhoff (rechts) unterrichtet das Gremium über den neuesten Stand des „Seniorenprojekt Mönkeberg“. Foto: B. Stache

Erster Spatenstich könnte im Frühjahr 2013 erfolgen

Schwarmstedt (st). „Im Frühjahr nächsten Jahres könnte mit dem Bau des ´Seniorenprojekt Mönkeberg´ begonnen werden“, erklärte der Architekt Wolfgang Heuer-Wischhoff den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Infrastruktur und Umwelt mit großer Zuversicht. Den aktuellen Sachstand zum Projekt stellte der Schwarmstedter Architekt vergangene Woche während einer Ausschusssitzung dem Gremium vor. Derzeit führe er Gespräche mit drei potentiellen Investoren, die alle im Bereich Generationenwohnen zuhause seien. „Alle drei wollen nicht nur errichten, sondern auch betreiben“, so der Architekt. Er teilte den Ausschussmitgliedern mit, dass die ursprüngliche Konzeption für das Seniorenprojekt geändert worden sei. Der Plan, ein klassisches Pflegeheim mit etwa 40 Heimplätzen in die Anlage zu integrieren, habe zu einer eindeutigen Ablehnung seitens der Investoren geführt. Wolfgang Heuer-Wischhoff zitierte: „Wir, die Investoren, glauben nicht an die Wirtschaftlichkeit einer solch kleinen Einrichtung.“ Neu aufgenommen in die Planung wurden eine Pflegeschule, eine Kochschule sowie eine Cafeteria, die in einem Servicegebäude untergebracht werden sollen. Dort werde auch der Paritätische Verein Heidekreis e.V. mit der Südkreisverwaltung, die Tagespflege mit 12 bis 15 Plätzen und eine Sozialstation einziehen, erklärte der Architekt. Welcher Investor schließlich zum Zuge kommt, werde bis August feststehen, hieß es. „Alles, was dieses Projekt voranbringt, ist gut“, ließ Samtgemeindedirektor Björn Gehrs die Ausschussmitglieder wissen. Über die abschließende Frage, wie der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Infrastruktur und Umwelt das Seniorenprojekt konkret unterstützen kann und in welcher Form der ehemalige Samtgemeindedirektor Hans-Wilhelm Frische als Berater für die Investoren und Bindeglied zu den kommunalen Gremien „mit ins Boot geholt werden kann“, entzündete sich eine lebhafte Diskussion. „Ich habe nur ein bisschen Bauchschmerzen, wenn wir hier als Ausschuss der Samtgemeinde einen Beschluss fassen. Ich glaube, da greifen wir in die Hoheit der Gemeinde ein“, erklärte Ratsmitglied Gudrun Pieper. Samtgemeindedirektor Björn Gehrs sah hingegen in einer Beschlussfassung durch das Gremium kein Problem. Auf die Formulierung: „Wir nehmen Kenntnis, unterstützen das Projekt und begrüßen, dass Herr Frische mit den Investoren zusammenarbeitet“, konnten sich die Ausschussmitglieder schließlich einigen.