Sozialpolitisches Grillfest des DGB

Diskutierten über die Situation der Flüchtlinge: die Unterstützer des DGB beim Dankeschön-Grillen. Foto: DGB-KulturAK M. Leufgen

Steaks und Tofu als Dank für Unterstützer

Heidekreis. Der Kreisvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hatte Unterstützer seiner Arbeit eingeladen. Charly Braun konnte 30 Gäste begrüßen, die aus dem gesamten Heidekreis von Lindwedel bis Schneverdingen angereist waren. Während der Grill angefeuert wurde, forderte Braun zur Diskussion über gewerkschaftliche Themen auf. Im Mittelpunkt stand dabei die Situation der Flüchtlinge und deren Unterbringung in Oerbker Kasernen. Ob das der endlich notwendige erste Schritt zur Zivilisierung militärischer Einrichtungen sei, fragten sich die Gewerkschafter. Da die globale Wirtschaft die Fluchtursachen bedingt, unterstützt der DGB in der Heide das durch Kurden befreite Gebiet Rojava mit Spenden zum Aufbau einer Feuerwehr – zumal der IS weiterhin Rojava bombardiert. Charly Braun konnte eine mit Geldscheinen gefüllte Kiste mitnehmen.
Enttäuscht zeigten sich die Versammelten, dass die Bundesregierung es bisher ablehnt, nach dem Abzug der British Army den Aufbau einer neuen Wirtschaftsstruktur zu finanzieren. DGB-Sprecher Carsten Soltwedel unterstrich noch mal, dass DGB und ver.di hier eine neue, soziale, ökologische, nicht-militärische Wirtschaftsstruktur fordern und dass alle leerstehenden und ungenutzten Liegenschaften sofort für zivile Nutzung bereit gestellt werden.
Wie breit auch im Heidekreis die Ablehnung der Freihandelsabkommen ist, zeigte sich, als sich während des Grillens viele in die Bus-Listen zur Teilnahme an der zentralen Demo am 10. Oktober nach Berlin eintrugen.
Den demnächst wieder beginnenden Sreik im Sozial- und Erziehungsdienst versprachen die Gewerkschafter verschiedener Branchen ihre Unterstützung.
Bei den vielen gespendeten leckeren Salaten und gegrilltem Tofu für die einen und Steaks für die anderen, wurden die Gespräche fortgesetzt.