SPD beim Wasserschifffahrtsamt

Rolf Lühnig, Lars Klingbeil, Björn Gehrs, Ulrike Wiechmann-Wrede, Christian Rose und Thomas Rumpf an den Schleusen und Wehranlage in Marklendorf.

Drohende Herabstufung der Aller: Kräfte bündeln

Schwarmstedt. Die geplante Herabstufung der Aller zur Restwasserstraße und die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung beschäftigt zurzeit die betroffenen Kommunen und Verbände. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat sich jetzt gemeinsam mit dem Buchholzer Bürgermeister Björn Gehrs, der Hademstorfer Bürgermeisterin Ulrike Wiechmann-Wrede und dem Ahldener Ratsmitglied Christian Rose mit Vertretern des Wasserschifffahrtsamt Verden beraten. Im Hinblick auf momentan diskutierte Reformpläne in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung machte Personalrat Rolf Lühning deutlich, dass aus seiner Sicht zusätzliche Privatisierungen nicht erstrebenswert seien. Neue Entwicklungen erwarte er für den Herbst diesen Jahres. Dann würden konkrete Reformpläne in den politischen Gremien diskutiert. Klingbeil warnte davor schon jetzt durch Personalkürzungen Fakten zu schaffen, die nicht mehr umkehrbar seien und die Qualität der Arbeit gefährdeten. Eine Grundstruktur in der Fläche müsse erhalten bleiben. Klingbeil berichtete über die aktuellen Entwicklungen aus Berlin, insbesondere im Hinblick auf die drohende Herabstufung der Aller zu einer Restwasserstraße. „Der Ball liegt nun im Haushalts- und Verkehrsausschuss des Bundestages. Entscheidend ist, dass wir unsere Kräfte in der Region bündeln. Entscheidend ist am Ende unter welchen Parametern insbesondere die Aller eingestuft wird. Die Handlungs- und Unterstützungsfähigkeit vor Ort muss gewährleistet bleiben“, sagte Klingbeil. Ulrike Wiechmann-Wrede wies im Gespräch mit Nachdruck auf die Bedeutung von Aller und Leine für die Region hin. „Die Aller ist das verbindende Element für den Tourismus im Aller-Leine-Tal und den erweiterten Kooperationsraum mit Celle und Verden“, sagte die Hademstorfer Bürgermeisterin. Im Allerlauf werden bei Oldau, Bannetze, Marklendorf und Hademstorf 4 Schleusen- und Wehranlagen betrieben, die alle vor ca. 100 Jahren gebaut wurden. Für die Wehre sind Ersatzneubauten bereits ausgeführt (Marklendorf ) oder in der Umsetzung. Damit wird das Stauziel gehalten, dass im Planfeststellungsverfahren zur Stauregelung der Aller vorgegeben wurde. Die Schleusen müssen grundlegend saniert werden. Alternativ seien auch Neubauten in kleinerer Ausgestaltung denkbar, bei denen die Schleusenkammern von derzeit ca. 170 m auf ca. 45 m verkürzt werden könnten, die den Erfordernissen für Fahrgast- und Sportschifffahrt genügen würden. Notwendige Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen drohten nun wegzufallen, stark eingeschränkt zu werden oder finanziell an den Kommunen hängen zu bleiben. DieGesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die betroffenen Kommunen, Landkreise Sportbootvereine, Verbände und auch das Land als Naturschutzbehörde Gehör finden müssen. Gehrs und Klingbeil kündigten an für den Sommer eine Veranstaltung zu organisieren bei der alle Beteiligten zu Wort kommen sollen, um gemeinsame Ziele für die weitere Entwicklung im Aller-Leine-Tal zu vereinbaren.