SPD organisiert Besichtigung einer Windenergieanlage – Windparkbetreiber EnBw in Marklendorf vor Ort.

Eine Besuchergruppe bei den Erläuterungen vor der WEA.
Marklendorf. Am Mittwoch, 24. August, waren auf Einladung der SPD-Buchholz-Marklendorf zwei Mitarbeiter des Windparkbetreibers EnBw extra aus Baden-Württemberg angereist, um den Buchholzer und Marklendorfer Bürgern Informationen zu „ihrem“ Windpark zu geben. Bei besten sommerlichen Verhältnissen gaben die Mitarbeiter an der Windenergieanlage (WEA) Nummer 13 Informationen aus erster Hand. Sie lieferten einen Einblick in die Struktur des Energieversorgers EnBw, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf 20 Prozent zu steigern. „Der derzeitiger Vorzeigewindpark der Firma EnBw ist Buchholz“, erläuterte Herr Fiedler. Dieser Windpark stehe mit 97 Prozent Netzabdeckung und einer überdurchschnittlichen Windausnutzung an der Spitze ihrer Windparks. Fast vier Millionen kW/h produziere jede dieser WEA jährlich.
Nach der Erläuterung des Weges, vom Einfangen des Windes bis zum Einspeisen in das Hochspannungsnetz, konnte das Innere des 200 Tonnen schweren und 105 Meter hohen Stahlturms betreten werden. Die Interessierten wurden darauf hingewiesen, dass auf den Turm gigantische Kräfte wirken, die über das 16 Meter tiefe Fundament abgeleitet werden müssen. An der Spitze mit dem 68 Tonnen schweren Maschinenhaus kann es bei extremen Windverhältnissen zu einer Turmbewegung von bis zu einem Meter kommen. Viele Sicherheitsmechanismen greifen in solchen Fällen, damit es nicht zum Schadensfall kommt. Unter anderem werden die Rotorblätter ab einer bestimmten Luftgeschwindigkeit aus dem Wind gedreht, um die Belastung von der Windenergieanlage zu nehmen.
Auch kritische Aspekte, wie Naturschutz und Belastung von Anwohnern wurden besprochen. So staunten die Zuhörer, dass fünf Anlagen im Windpark Buchholz zu bestimmten Zeiten und bestimmten Bedingungen sogar abgestellt werden, da diese Anlagen im Bereich von Fledermauspopulationen stünden und sie das Schwärmen der Fledermäuse beeinflussen könnten. All dies erfolge vollautomatisch und computergesteuert. „Leider versäumten viele Bewohner von Marklendorf und Buchholz diese einmalige Gelegenheit , mehr über ihren Windpark zu erfahren“, bedauerte Organisator Frank Kilian das zurück haltende Interesse.
Die SPD Buchholz-Marklendorf dankt in diesem Zusammenhang nochmals ganz besonders den Mitarbeitern der Firma EnBw für ihre engagierten und interessanten Ausführungen, an der an diesem Tage nicht ganz so „wilden 13“.