SPD vergibt Kulturpreis 2014

Emma Helia Sauerwein (links) erhält aus den Händen von Detlev Rogoll den Kulturpreis des SPD-Ortsverein Schwarmstedt, Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries überreicht einen Blumenstrauß. Foto: B. Stache

Pastor Frank Richter hält Laudatio auf Emma Helia Sauerwein

Schwarmstedt (st). In einer Feierstunde im Uhle-Hof übergab der Vorsitzende des SPD-Ortsverein Schwarmstedt Detlev Rogoll den Kulturpreis 2014 an Emma Helia Sauerwein. Die Schwarmstedterin werde, so Rogoll in seiner Begrüßung, für eine ihrer Eigenschaften geehrt, die zu den Grundwerten seiner Partei gehöre: Solidarität. Eben diese Solidarität habe die Preisträgerin gegenüber Christen in Kaliningrad gezeigt. „Untrennbar mit deinem Namen verbunden ist die Brücke nach Kaliningrad", machte Pastor Frank Richter in seiner Laudatio deutlich. Seit 1992 besteht diese Brücke als Arbeitskreis und unterhält die Partnerschaft zwischen den evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden St. Laurentius Schwarmstedt und Gavrilovo, dem früheren Herzogsrode/Ostpreußen. Geld- und Sachspenden für die Partnergemeinde in der russischen Oblast Kaliningrad werden zweckgebunden an Bedürftige, gleich welcher Konfession, vergeben und alle Hilfstransporte persönlich durchgeführt. „Eine Arbeit mit und für Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns – in protestantischer Verantwortung – sie nötigt nicht nur mir allerhöchsten Respekt ab“, sagte der Laudator unter großem Beifall der vielen Gäste, unter ihnen auch Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries. Das vielfache soziale Engagement der Preisträgerin Sauerwein fand in der Laudatio immer wieder Erwähnung. „Ein Satz hat sich dir tief eingebrannt, ein Satz von Superintendent Lüderwald in Hannover, der dich konfirmiert hat: "Ihr müsst nicht nach oben gucken, sondern immer nach unten!" Diesen Satz hast du in deinem vielfältigen Wirken immer wie einen Leitspruch, wie ein Motto in dir getragen.“ Auf besonderen Wunsch der Preisträgerin, die sich für ihre Auszeichnung und die sehr persönliche Laudatio herzlich bedankte, spielten die „Klangfreu(n)de“, fünf Musikerinnen aus Schwarmstedt, englische Barockmusik. Auf dem Klavier, der Querflöte, zwei Blockflöten und einem Cello brachten sie unter anderem Stücke aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel zu Gehör. „Diese Rede wäre unvollständig, wenn ich jetzt nicht wenigstens kurz aber deutlich erwähnen würde, dass du, Helia, das alles natürlich nicht allein geschafft hast – 52 Jahre und 2 Monate bist du nun mit Ernst verheiratet – und ich denke, miteinander seid ihr beide ein unschlagbares Team. Und so gehört der Kulturpreis heute Abend auch ein wenig deinem Mann.“ Den mit dem Kulturpreis der SPD verbundenen Geldbetrag spendete Emma Helia Sauerwein der Diakonie Katastrophenhilfe. Uwe Becker, Leitung des Referates Brot für die Welt/Diakonie Katastrophenhilfe in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers sprach der Spenderin großes Lob aus. Sie war wieder einmal ihrem Leitspruch treu geblieben: "Ihr müsst nicht nach oben gucken, sondern immer nach unten!"