„Spiel ohne Grenzen“ in Stöckendrebber

Luka (von links) versucht, unter den Augen von Andreas Zimmermann, Mario Nebel-Engehausen, Linda und Nico, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Foto: B. Stache
 
Oberschiedsrichter Gerald Grumpelt (links) und Mario Nebel-Engehausen bei der Auswertung des Wettbewerbs „Spiel ohne Grenzen“. Foto: B. Stache

Niedernstöcken darf den begehrten Wanderpokal „Die Eule“ mit nach Hause nehmen

Stöckendrebber (st). In diesem Jahr hatte Stöckendrebber den fröhlichen Wettbewerb „Spiel ohne Grenzen“ ausgerichtet. Alle zwei Jahre treffen sich die Dörfer rund um den Drei-Kreise-Stein zu diesem Spiel. Die drei benachbarten Landkreise Nienburg, Heidekreis und Region Hannover werden dabei durch die Ortschaften Niedernstöcken, Rodewald, Suderbruch, Norddrebber und Stöckendrebber repräsentiert. Der Wettbewerb hat seinen Ursprung im Jahr 1974. Damals wurden diese Ortschaften aus dem Altkreis Neustadt herausgenommen und in die drei neuen Kreise Nienburg, Region Hannover und Heidekreis (ehemals Soltau-Fallingbostel) eingegliedert. Das Spiel der Dorfgemeinschaften wurde von Otto Heinemann aus Stöckendrebber ins Leben gerufen – als Verbindung über die neuen Gemeindegrenzen hinweg. Am Sonnabend traten zehn Mannschaften á sechs Personen (je zwei Erwachsene, Jugendliche und Kinder) im fairen und fröhlichen Wettstreit auf Warnkings-Hof gegeneinander an. „Rodewald musste leider absagen“, bedauerte Mario Nebel-Engehausen, 1. Vorsitzender Dorfgemeinschaftshausverein Stöckendrebber. „Es gab fünf verschiedene Spiele: Karre schieben, Skilaufen, Socken sortieren, A-Lauf und Golf spelen“, zählte er auf. Für Andreas Zimmermann, 2. Vorsitzender des Schützenvereins Stöckendrebber, ist das gesellige und sportliche Zusammenkommen der Nachbardörfer von besonderer Bedeutung. „Wir als kleines Dorf können eine solche Veranstaltung nur auf die Beine stellen, wenn alle zusammen bei der Vorbereitung und am Spieltag selber mitmachen. Wir freuen uns, dass dies so gut klappt mit dem Dorfgemeinschaftshausverein, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Schützenverein“, lobte Andreas Zimmermann. Als Pausenfüller beim „Spiel ohne Grenzen“ gab es unter anderem ein „Nagelspiel“, an dem auch die dreizehnjährige Linda und die vierzehnjährige Luka versuchten, den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf zu treffen. Dies gelang Ortsbürgermeister Günter Hahn aus Mandelsloh in seinem Grußwort, das er vor der Siegerehrung auch im Namen von Giltens Bürgermeister Erich Lohse sprach, mit der Feststellung: „Sieger sind eigentlich alle.“ Ihm bedeute die Veranstaltung sehr viel. „Zu sehen, wie Jung und Alt gemeinsam im Spiel vereint großen Spaß haben, ist einfach großartig“, begeisterte sich Günter Hahn. „Wir sind heute mit zwei Mannschaften aus der Gemeinde Gilten dabei, mit Norddrebber und Suderbruch“, berichtete Erich Lohse. „Ich begrüße die Initiative, um diese alte Tradition aufrecht zu erhalten.“ Das „Spiel ohne Grenzen 2018“ brachte folgende Sieger hervor: Niedernstöcken vor Norddrebber, Stöckendrebber und Suderbruch. So konnte Niedernstöcken den begehrten Wanderpokal „Die Eule“ mit nach Hause nehmen. Für alle anderen Ortschaften gab es Pokale. „Ich freue mich über die rege Teilnahme und danke allen, die so tatkräftig mitgearbeitet und mitgespielt haben. Lob auch an die Schiedsrichter aus den Nachbarorten“, erklärte Mario Nebel-Engehausen nach dem erfolgreichen „Spiel ohne Grenzen“. Im Jahr 2020 ist die nächste spielerische Begegnung der „Drei-Länder-Ortschaften“ geplant – in Suderbruch.