Traditioneller Weihnachtsbesuch

Gudrun Pieper beim Besuch im Polizeikommissariat Walsrode.
Heidekreis. Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass die Polizeibeamten im südlichen Heidekreis kurz vor Weihnachten Besuch der Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper (CDU) bekommen. Bei einer Tasse Kaffee im Polizeikommissariat Walsrode ging es darum, die gegenseitigen Beziehungen zu vertiefen. Gemeinsam mit Stefan Sengel, dem Leiter der Polizeiinspektion Heidekreis sowie den Dienststellenleitern Helmut Broocks-Kregel (PK Walsrode), Hans-Heinrich Siedentopf (Pst Schwarmstedt) und Andreas Bensch (PK Bad Fallingbostel) wurden auch wichtige Themen des Alltagsgeschäftes erörtert – von der Kriminalitätsentwicklung bis zur Verkehrssicherheit.
„Die Einbruchszahlen sind generell leicht rückläufig“, berichtete Hans-Heinrich Siedentopf. „Jetzt in der Weihnachtszeit steigt die Quote allerdings wieder an.“ Insgesamt sei es erfreulich, dass die Menschen aufmerksamer geworden seien und mehr Hinweise eingingen. Trotzdem könne die Sensibilität noch höher sein. Aus diesem Grund appellieren die Beamten an die Bürgerinnen und Bürger: „Haben Sie keine Hemmungen, sofort die 110 zu rufen, wenn Sie etwas Verdächtiges beobachten. Nur dann, haben wir die Chance, mögliche Täter zu schnappen. Überlegen Sie nicht bis zum nächsten Morgen. Bis dahin werden die Verdächtigen bereits weg sein.“
In diesem Zusammenhang wurde auch der nachlassende Respekt gegenüber Polizeibeamten angesprochen. Viele hätten die Achtung vor einer Uniform gänzlich verloren und schreckten selbst vor Gewalt gegen Polizeibeamte nicht mehr zurück, so Stefan Sengel. Erst kürzlich wurden Polizisten vor der Diskothek in Walsrode Ziel von Angriffen, bei denen auch sie selbst verletzt wurden. Mittlerweile befinde man sich auf einem guten Weg, führte Broocks-Kregel aus. Entscheidend sei dabei die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Walsrode und dem Betreiber. Zudem habe man die Sicherheitsmaßnahmen in der Diskothek drastisch erhöht. Gudrun Pieper lobte, dass die früheren Vorfälle zu 100 Prozent aufgeklärt werden konnten: „Das ist hervorragend und ein Ausweis für die sehr gute Arbeit unserer Polizei im Heidekreis.“
Ein weiteres Thema, dass den Beamten Sorge bereitet, ist die 2019 geplante Sanierung der Allertalbrücke. Die Brücke muss dafür jeweils einseitig komplett gesperrt werden. Der Verkehr wird dann jeweils über eine Brückenseite gelenkt. Aufgrund der geringen Breite und des fehlenden Seitenstreifens, berge die vom Bund anvisierte 5-0-Verkehrsführung allerdings eine große Gefahr für die Verkehrssicherheit. Sieben Tote, wie in diesem Jahr, vier davon alleine durch Auffahren auf ein Stauende, seien einfach nicht hinnehmbar. „Wir brauchen für diese Baustelle eine 4-0-Lösung“, fordert der Polizeichef. „Denn wir wissen aus Erfahrung, dass die Auswirkungen enger Fahrbahnen verheerende Folgen haben können.“ Es würden während der Sanierung zwar so nur zwei Spuren je Fahrtrichtung offengehalten, der Verkehr würde allerdings harmonischer fließen. Die Fahrbahnbreite wäre höher. Damit müsste die Geschwindigkeit nicht auf 60 km/h begrenzt werden. Auch die Bildung einer Rettungsgasse sei noch möglich. Gudrun Pieper konnte dem nur beipflichten: „Die 4-0-Lösung ist die einzig adäquate Antwort auf die bevorstehenden Verkehrsprobleme.“ Sie sicherte zu, die Bedenken bei Verkehrsminister Bernd Althusmann, mit dem sie in gutem Kontakt steht, zur Sprache zu bringen.
Abschließend erklärte die Abgeordnete: „Unsere Polizistinnen und Polizisten sind jeden Tag, auch an Sonn- und Feiertagen, und zu jeder Uhrzeit im Dienst für unsere Sicherheit. Dabei sind sie geistig, körperlich und seelisch stark gefordert. Für Ihren Einsatz danke ich ihnen sehr herzlich.“