Treffen der Ortslandwirte

Ortslandwirt aus Buchholz Siegfried Michalzik (von links), Landwirt Dieter Backhaus, Hiltrud Fischer, Ratsfrau Gemeinderat Buchholz, Ortslandwirt aus Marklendorf Joachim Meinheit und CDU-Vorsitzender Joachim Plesse trafen sich zum Informationsaustausch.
Buchholz/Marklendorf. Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Buchholz/Marklendorf trafen sich kürzlich die Buchholzer und Marklendorfer Ortslandwirte Siegfried Michalzik und Joachim Meinheit zu einem Informationsaustausch mit einigen CDU-Kommunalpolitikern, um über die geplante Unterschutzstellung von landwirtschaftlichen Flächen in der Allermarsch zu sprechen.
Dabei wurde von beiden Ortslandwirten deutlich herausgestellt, dass in der Vergangenheit auf freiwilliger Basis und Eigeninitiative durch Landwirte, Angler, Jäger, der Jagdgenossenschaft und der Projektgruppe „Unser Dorf hat Zukunft“ viel Gutes für den Landschafts- und Tierschutz in der Allermarsch getan worden ist. Siegfried Michalzik und Joachim Meinheit erwähnten die Renaturierung der Gelben Riethe, das Anlegen von Rieselwiesen und Bewässerungsgräben, das Pflanzen von Hecken sowie das Anlegen von Biotopen. Dies alles sei freiwillig und mit ehrenamtlicher Hilfe gemacht worden. Die nunmehr mit der Unterschutzstellung geplanten Eingriffe „Von Oben“ sind völlig überzogen und unverständlich. Sie führen nur zu Unmut, Protest und in einigen Fällen sogar zu Existenzängsten, was sich ja auch in der Vielzahl der Einwendungen gegen die Unterschutzstellung zeigt. Kritik wurde vor allem auch an der Kartierung und Auswahl der Allerwiesen in Landschafts- beziehungsweise Naturschutzflächen geübt, sodass daraus nunmehr ein bunter Flickenteppich entstanden sei.
CDU-Vorsitzender Joachim Plesse erläuterte den Anwesenden, dass die CDU-Fraktion im Buchholzer Gemeinderat eine umfangreiche Stellungnahme mit Einwänden erarbeitet und den entsprechenden Gremien vorgelegt hat. Vor allem das allgemeine Betretungsverbot für Einheimische und Erholungssuchende im Landschaftsschutzgebiet hält die CDU für völlig überzogen. Bisher haben auch die Kinder des in der Nähe liegenden Buchholzer Waldkindergartens die Allerwiesen zu Erkundungs- und Entdeckerausflügen genutzt.
„Völlig unverständlich, so Joachim Plesse, dass das den Kindern des Waldkindergartens in Zukunft nicht mehr erlaubt sein soll.“
„Wir sind gespannt, wie sich hier alles weiterentwickelt. Wir hoffen, das die Politiker im Kreistag, die letztlich die Entscheidungen zu treffen haben, noch Änderungen an der geplanten Unterschutzstellung im Sinne der Menschen im Allertal erreichen, denn unsere Kreistagspolitiker aller Fraktionen haben es in der Hand,“ so Joachim Plesse.