Vernetzungstreffen in Goslar

Die Engagementlotsen Jörg Zöllner (mittig mit Buchstaben e) aus Schwarmstedt, Joachim Schwerdtner (mit der Nummer zwei) und Anke Drewes-Schwerdtner (mit dem Buchstaben f) aus Bomlitz beim jährlichen Vernetzungstreffen der Engagementlotsen. Foto: Freiwilligen Akademie Niedersachsen
 
Heidi Berthold (von links), Prof. Henning Austmann und Rainer Koch. Foto: Freiwilligen Akademie Niedersachsen

Drei Engagement-Lotsen aus dem südlichen Heidekreis dabei

Heidekreis. Im November nahmen die Engagementlotsen Jörg Zöllner aus Schwarmstedt, Joachim Schwerdtner und Anke Drewes-Schwerdtner aus Bomlitz am jährlichen Vernetzungstreffen der Engagementlotsen in Niedersachsen „forum ehrenamt 2019“ in Goslar teil.
Diese Tagung bietet Raum zum Austausch und Vernetzung von Engagementlotsen aus ganz Niedersachsen. Für die Organisation der beiden Tage war Heidi Berthold von der
Freiwilligenakademie Niedersachsen, sowie Melanie Woltemath von der LAGFA Niedersachsen und Rainer Koch vom Landesverband Engagement Moderation Niedersachen verantwortlich. Am ersten Tag gab es Vorträge von Fachexperten. Welche Bedeutung hat der Aspekt „(echte) Nachhaltigkeit“ für zivilgemeinschaftliches
ehrenamtliches Engagement? Prof. Henning Austmann von der Hochschule Hannover forscht auf den Gebieten nachhaltiger Entwicklung und zukünftiges Wirtschaften. Er machte anhand von Diagrammen und einem praktischen Beispiel mit einem roten Wollfaden klar, dass man auf dem derzeitigen Höhepunkt ist und nicht mehr höher,
weiter und besser kann und seit der Entstehung der Erde, diese in den letzten 200 Jahren
ausgebeutet wurde. Ferner berichtete er von seinem eigenen Wohnort und dem Umgang
mit der Nachhaltigkeit in den dörflichen Vereinen. Welche Chancen bietet Digitalisierung Vereinen, Initiativen und engagierten Bürgern? Henning Baden vom Verein Deutschland sicher im Netz, Leiter des Bundesprojekt „Digitale Nachbarschaft“, vermittelte unter anderem den Umgang, zum Beispiel Einbindung von Smartphones während einer Sitzung oder Abstimmung. Am zweiten Tag folgten Workshops zu den Themen, die für die tägliche Arbeit als Ehrenamtslotse und für Freiwilligenagenturen wichtig sein können: Mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch kommen, Online-Fundraising, Spenden sammeln,
Kampangen starten und Sponsoren gewinnen.
Das Speed-Dating sollte das Netzwerken erleichtern, die Teilnehmenden konnten sich ihre Arbeitsbereiche und Projekte auf diese Weise schnell kennen lernen. So gab es schnell einen regen Austausch über Erfahrungen, Informationen und Wissen aber auch Probleme in der örtlichen Arbeit. Was machen eigentlich Engagementlotsen? Diese arbeiten nach einer kurzen Ausbildung meistens in den Kommunen. Die Aufgaben können je nach Ort sehr unterschiedlich sein. Sie kümmern sich um die Verbesserung der ehrenamtlichen Arbeit: Sie bringen neue Ideen für Projekte und Aktionen ein und geben Impulse für ehrenamtliches Engagement, sie organisieren Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, beraten Vereine und versuchen weitere Freiwillige zu gewinnen und begleiten diese; sie werben Unterstützung (Fundraising) ein und vernetzen Freiwillige, soziale Einrichtungen, Initiativen, Kommunen, Firmen und anderen Gruppen im Ort.
Für den Bereich der Samtgemeinde Schwarmstedt werden noch weitere Engagement-Lotsen benötigt und gesucht. Jörg Zöllner ist bereits bei der Freiwilligenbörse Schwarmstedt aktiv, aber auch aktuell zum Thema Nachhaltigkeit „Das Allerauto – ein E-Auto für alle“ (E-Car-Sharing). Aber auch die Kinder- und Jugendarbeit ist weiterhin eine ehrenamtliche Aktivität. Anfragen über die Freiwilligenbörse Schwarmstedt unter der E-Mail ehrenamt.schwarmstedt@online.de. Das Ehepaar Schwerdtner, auch in verschiedenen Vereinen und Institutionen ehrenamtlich tätig, ist unter der E-Mail wir-sind-das-E@outlook.de erreichbar.
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