Verwaltung erteilt Verbreiterung des Mühlenweges klare Absage

Buchholz. Die derzeit öffentlich diskutierten und in einem Ratsantrag vorliegenden Vorschläge, den Mühlenweg zwischen Marklendorf und Buchholz auszubauen und zu verbreitern oder mit abgetrennten Radfahrspuren zu versehen und damit letztlich zu beschleunigen, erteilt die Gemeindeverwaltung in ihrer Stellungnahme eine klare Absage:
Der weitere Ausbau des Mühlenweges zwischen Buchholz und Markendorf wird dazu führen, dass diese Wegeverbindung zur „Rennstrecke“ ausgebaut wird. Es wird für Verkehrsteilnehmer noch attraktiver, diese Strecke, anstatt der parallel verlaufenden B 214, zu nutzen. Ziel muss es vielmehr sein, den Verkehr auf dem Mühlenweg zu entschleunigen, und diesen als Umleitungsstrecke unattraktiv zu gestalten, heißt es in der Stellungnahme aus dem Rathaus. Schon jetzt nutzen 550 Fahrzeuge diesen Weg und damit eine Strecke direkt durch die Dörfer Buchholz und Marklendorf. Es ist nicht sinnvoll, durch bauliche Maßnahmen – wie durch eine Verbreiterung des Mühlenweges – diese Zahl noch zu erhöhen und Verkehr in die Dörfer zu ziehen. Die Verwaltung verfolgt einen anderen Lösungsansatz: Durch bauliche Maßnahmen, wie die vorgeschlagenen Temposchwellen, den Mühlenweg weniger attraktiv zu machen und eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erreichen, erläutert Björn Gehrs. Die nun vorliegenden positiven Rückmeldungen auf diesen Vorschlag stimmen ihn zuversichtlich, dass am Ende der Diskussion ein parteiübergreifender Konsens mit dem Ziel Entschleunigung und weniger Verkehr erreicht werden kann, zumal auch unstrittig ist, dass eine Grundsanierung des Mühlenweges in einigen Jahren erfolgen sollte. Im Rahmen der anstehenden Schulwegplanung ist zudem darauf hinzuwirken, dass Radverkehre über die vorhandenen gesicherten Strecken und nicht über den Mühlenweg verlaufen. Bei den Fahrradtouristen des Aller-Fernradweges hat dies bereits geklappt.